Erfurt. Die Staatsanwaltschaft Gera, die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift des Zolls und der Polizei führen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes der unerlaubten Einfuhr und des unerlaubten Handels mit nicht geringen Mengen illegaler Betäubungsmittel gegen moldawische Tatverdächtige aus Erfurt.
Insgesamt stellten die Ermittler in diesem Verfahren 48 Kilogramm Marihuana, ca. 22 Tausend Euro Bargeld und weitere Vermögenswerte (Motorrad, Kfz) sicher.

Die Tatverdächtigen haben sich – soweit wir das bisher nachweisen können – seit mindestens 2016 zusammengeschlossen, um Straftaten im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes zu begehen.

Bereits am 6. Juni 2017 nahmen Kollegen des mobilen Einsatzkommandos zwei Männer im Alter von 39 und 40 Jahren auf der Rückreise von einer Beschaffungsfahrt in Erfurt auf der B4 fest. In ihrem Transporter fanden die Ermittler dann fünf Kisten mit insgesamt 29 Kilogramm Marihuana.

Durch vorangegangene Ermittlungen war außerdem die Existenz von Betäubungsmittel-Bunkern bekannt geworden, in denen weiteres Rauschgift vermutet wurde. In einem Garten in Erfurt/Marbach stellten die Ermittler dann weitere 17 Kilogramm in einem Erdversteck sicher.

An diesem Tag durchsuchten die Beamten insgesamt zwei Gärten, zwei Wohnungen, ein Auto und eine Garage. Wobei sie noch weitere ca. zwei kg Marihuana sicherstellten. Alle Objekte befanden sich im Erfurter Norden. Darüber hinaus nahmen die Ermittler zwei Frauen im Alter von 33 und 63 Jahren fest.

Gegen alle vier Tatverdächtigen erließ das Amtsgericht Gera Haftbefehle. Diese haben seitdem Bestand.
Die Ermittlungen waren damit aber noch nicht abgeschlossen. Am 14. Juni 2017 konnte ein BtM-Abnehmer festgenommen werden. Dabei handelt es sich um einen 51-jährigen in Aserbaidschan geborenen russischen Staatsangehörigen. Nach jetzigem Ermittlungsstand verkaufte er das Marihuana an eine Vielzahl von Abnehmern in Erfurt, welche es dann ebenfalls in Erfurt weiterverkauften. Auch gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen.

Den sechsten Tatverdächtigen nahmen die Ermittler gestern in Bochum fest. Bei ihm handelt es sich um einen 30-jährigen Moldawier. Er steht im Verdacht, ein wichtiges Bindeglied im Rauschgifthandel der anderen Tatverdächtigen zu sein. Das Amtsgericht Gera erließ ebenfalls Haftbefehl.
Zur Herkunft des sichergestellten Rauschgifts können aus ermittlungstaktischen Gründen noch keine Angaben gemacht werden.

Der Ständige Vertreter des Präsidenten des LKA Thüringen, Heiko Schmidt, sagte: „Diese Festnahmen und Sicherstellungen ordnen sich ein in eine Reihe von größeren Rauschgiftsicherstellungen in Thüringen in der letzten Zeit. Der Erfolg war das Ergebnis akribischer Ermittlungsarbeit.“

In den Fokus der Ermittlungsbehörden rückten diese Tatverdächtigen bereits im März 2016. Bei der Kontrolle eines aus Spanien kommenden LKW in Frankreich stellten die französischen Beamten insgesamt 234 Kilogramm Marihuana sicher. Der 41-jährige Fahrer des LKW, ein in Erfurt wohnender russischer Staatsangehöriger, sitzt derzeit in Frankreich in Haft. Nach Übermittlung von Daten durch den französischen Zoll, eröffnete die Staatsanwaltschaft Gera dieses Ermittlungsverfahren, da die Begleitumstände den Verdacht zu ließen, dass zumindest ein Teil der sichergestellten Menge für den Thüringer Raum bestimmt war.

Die ebenfalls anwesende Vertreterin des Zolls, Bianca Richter, sagte dazu: „Die enge internationale Vernetzung der Zollbehörden trug in diesem Fall zu dem beachtlichen Ermittlungserfolg bei.“

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