Foto: Maik Schuck

Mythen und Legenden: Die „Tage der Kammermusik“ präsentieren in elf Konzerten die ganze Bandbreite des Ensemblespiels

Weimar. Zum Abschluss des Sommersemesters zeigen wieder eine Vielzahl von Studierenden, was sie im anspruchsvollen Ensemblespiel gelernt haben. Bei den schon traditionsreichen „Tagen der Kammermusik“ an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar sind in insgesamt elf abwechslungsreichen Konzerten Werke aus allen Epochen der Musikgeschichte vertreten. Ursprünglich waren zehn Konzerte geplant, doch es musste wegen der vielen Anmeldungen noch ein Zusatztermin gefunden werden, so dass sich die Konzerte nun auf den Zeitraum 25. Juni bis 12. Juli 2017 verteilen. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei!

„Der Enthusiasmus unter den Studierenden ist so groß“, freut sich die Kammermusikprofessorin und Koordinatorin der „Tage der Kammermusik“, Prof. Larissa Kondratjewa. Bereits im ersten Konzert am Sonntag, 25. Juni um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus erklingen vier der bedeutendsten und bekanntesten Werke der Kammermusikliteratur: neben dem beliebten „Forellenquintett“ von Franz Schubert, von dessen origineller Besetzung sich Antonín Dvořak in seinem Streichquintett hat anregen lassen, auch die tiefgründige Sonate für Violoncello und Klavier von Frédéric Chopin.

Ein Höhepunkt des Eröffnungskonzerts ist zudem das Klaviertrio von Anton Arenski. Dieses Trio weist einerseits – durch die gemeinsame Tonart und den leidenschaftlichen Charakter – deutlich auf Mendelssohn hin, andererseits schlägt es eine Brücke zum noch berühmteren Trio von Peter I. Tschaikowsky, das im nächsten Konzert der Tage der Kammermusik am Dienstag, 27. Juni um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus erklingt. „Dieses epochale Klaviertrio von Tschaikowsky, vielleicht der Höhepunkt der Kammermusiktage schlechthin, wird zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder an der Weimarer Musikhochschule zu Gehör gebracht“, sagt Larissa Kondratjewa.

„Außerdem können sich unsere Zuhörer auf das Gassenhauer-Trio und die A-Dur-Sonate von Beethoven sowie auf die Oboensonate von Poulenc freuen“, so Prof. Kondratjewa weiter. Beim dritten Konzert am Donnerstag, 29. Juni, um 16:00 Uhr im Forum Seebach wird ein musikalisches Kaleidoskop aus Klassik und Romantik mit dem Titel „Perlen der Kammermusik“ geboten.

Weiter geht es mit den „Tagen der Kammermusik“ am Freitag, 30. Juni um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus. Dieses Konzert ist von kammermusikalischer Vielfalt in unterschiedlichen Besetzungen geprägt, beginnend mit Mozarts B-Dur-Sonate für Klavier und Violine über die bekannte Sonate von César Franck in einer ungewöhnlichen Version für Flöte und Klavier bis hin zu „Mythen und Legenden“ für Posaunenquartett von Eric Ewazen. Das Horntrio von Johannes Brahms, das in den Tagen der Kammermusik des Wintersemesters leider ausfiel, erklingt dieses Mal dafür gleich in drei Konzerten – nämlich am 30. Juni sowie auch – in der Version mit Viola anstatt Horn – am 9. Juli und noch einmal im Original am 10. Juli.

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