Erfurt. Die derzeitige Vorstandsvorsitzende der Heimstätten-Genossenschaft Jena e.G., Sabine Hemberger, wird neue zweite Geschäftsführerin der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG). Das teilte Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee als Vorsitzender des LEG-Aufsichtsrats heute in Erfurt mit. „Mit Frau Hemberger gewinnen wir eine erfahrene Führungskraft, die große Expertise gerade in der Wohnungswirtschaft und im Bereich der Stadtentwicklung mitbringt und die Thüringer Strukturen und Akteure hervorragend kennt“, sagte Tiefensee.

In der LEG – der zentralen Regionalentwicklungsgesellschaft des Freistaats Thüringen – wird Hemberger künftig vor allem die Bereiche Stadt- und Regionalentwicklung, Immobilienverwaltung, Finanzen und Organisation verantworten. Die studierte Diplomingenieurin für Feinwerktechnik war seit 2008 Vorstandsvorsitzende der Heimstätten-Wohnungsbaugenossenschaft Jena, wo ihr die gesamte strategische und operative Führung des Unter­nehmens oblag. Seit 1994 ist sie zudem Mitglied des Jenaer Stadtrats und war in dieser Funktion zugleich Mitglied des Aufsichtsrats der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck mbH und Vorsitzende des Werksausschusses Kommunale Immobilien Jena.

Sabine Hemberger habe sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren mit mehr als einhundert Kandidatinnen und Kandidaten nachdrücklich für die Position als LEG-Geschäftsführerin empfohlen, sagte Tiefensee: „Ich bin mir sicher, dass Frau Hemberger zusammen mit Andreas Krey als Sprecher der LEG-Geschäftsführung die Landesgesellschaft weiter stärken und das Unternehmen in eine gute Zukunft führen wird.“ Sie wird ihre neue Aufgabe spätestens zum 1. Januar 2018 antreten. Hemberger, 1966 in Bernburg/Saale geboren, ist Mutter dreier erwachsener Töchter.

Hemberger folgt in dieser Position auf Frank Krätzschmar, der seinen Vertrag aus familiären und Altersgründen nicht verlängert hat. Tiefensee dankt Krätzschmar für seine langjährige erfolgrei­che Tätigkeit im Dienst des Freistaats Thüringen. „Frank Krätzschmar hat die Entwicklung Thüringens seit der wichtigen Aufbau- und Stabilisierungs­phase seit Mitte der 90er Jahre entscheidend mit gestaltet und geprägt.“ Mit seiner Arbeit habe er dazu beigetragen, dass Thüringen sich zu einem der erfolgreichsten Bundesländer in Ostdeutschland entwickelt habe. In seine Tätigkeit fielen große Bauprojekte wie die Entwicklung des Wohngebiets Ringelberg und des Stadtteils Brühl in Erfurt, der Umbau des Erfurter Hofs, die Errichtung des Erfurter Justizzentrums oder die Fertigstellung des Plenargebäudes im Thüringer Landtag. Insgesamt wurden in Krätzschmars Zuständigkeit in Thüringen mehr als 1.000 Wohneinheiten errichtet und Bauland für mehr als 12.000 Wohneinheiten erschlossen.