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Erfurt. An den Thüringer Gerichten wurden im Jahr 2016 insgesamt 19.853 Personen schuldig gesprochen und somit knapp ein Prozent weniger als im Jahr zuvor. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, ist dieser leichte Rückgang ausschließlich auf die Altersgruppe der Erwachsenen zurückzuführen. Sowohl die Jugendlichen (14 bis unter 18 Jahre) als auch die Heranwachsenden (18 bis unter 21 Jahre) wurden in 2016 häufiger schuldig gesprochen als im Jahr zuvor.

613 Jugendliche wurden letztes Jahr vor einem Thüringer Gericht zu einer Strafe verurteilt, das waren 12 Prozent mehr als im Jahr 2015. Die Verurteilungsquote stieg in dieser Altersgruppe um 5,7 Prozentpunkte und lag bei 55 Prozent.

Bei den Heranwachsenden gab es mit 1 161 Personen knapp 4 Prozent mehr Verurteilungen als noch im Jahr zuvor. Fast 72 von 100 Personen dieser Altersgruppe, die vor Gericht standen wurden rechtskräftig verurteilt. Vor zehn Jahren war die Anzahl der verurteilten jungen Menschen jedoch noch mehr als doppelt so hoch. Ihr Anteil an den Verurteilten insgesamt sank in diesem Zeitraum von 19 Prozent auf 9 Prozent.

Nach wie vor sind die Heranwachsenden mit 2 382 Verurteilten je 100.000 Einwohnern dieser Altersgruppe am häufigsten straffällig. Bei den Jugendlichen sind es 893 Verurteilte und bei den Erwachsenen 1.002 Verurteilte je 100.000 Personen der jeweiligen Bevölkerungsgruppe.

Erwartungsgemäß wurden die Frauen weniger straffällig als das männliche Geschlecht. Nur jede fünfte Verurteilte war weiblich. Vor zehn Jahren betrug der Frauenanteil noch 16 Prozent. 1.916 Personen, also knapp ein Zehntel aller Verurteilten, waren Ausländer oder Staatenlose.

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