Jena. Einen der mittlerweile typischen Anrufe im Zusammenhang mit falschen Gewinnversprechen erhielt am Mittwoch eine Frau aus Jena. Unter der Nummer 030-525525 meldete sich eine Person, die ihr einen Gewinn von 40.000 Euro in Aussicht stellte. Am nächsten Tag würde ein Notar an ihrer Wohnanschrift erscheinen, um ihr das Geld zu übergeben. Sie soll dafür ihren Ausweis und ihre EC-Karte bereit halten. Weiterhin wurde sie aufgefordert, vorher einen Betrag von 700 Euro per Lastschrift zu überweisen, da dies die Bearbeitungsgebühren seien. Sie hat es nicht getan und stattdessen eine Anzeige bei der Polizei erstattet.

Einen anderen Anruf mit betrügerischer Absicht erhielt eine Jenaerin ebenfalls am Mittwoch. Bei ihr stellte sich der Anrufer in Englisch als Mitarbeiter von Microsoft vor. Sie hat nicht alles verstanden, jedoch wurde sie aufgefordert, ein Programm zu herunterzuladen. Dabei hätte es sich um das Programm “TeamViewer” gehandelt, mit dem sie dem Anrufer Zugang auf ihren Computer gestattet hätte. In einigen Fällen kam es damit bereits zu Geldüberweisungen.

Eine 81-Jährige erhielt einen Anruf unter dem vermeintlichen Polizeinotruf 110. Der Anrufer erklärte, er sei Polizeibeamter. Im Wohnviertel der Frau habe es einen Einbruch gegeben, wobei einer der Täter geschnappt wurde, welcher einen Zettel mit ihrer Telefonnummer in seiner Tasche hatte. Dann fragte der angebliche Polizist, ob die Frau ein Bankkonto und ein Sparbuch habe, was die Frau noch bejahte. Als er aber weiter wissen wollte, ob sie einen Tresor, Gold oder Goldbarren ihr Eigen nenne, wurde sie misstrauisch und brach den Anruf ab. Auf ihrem Display war die Nummer 03641-110 erschienen.

Natürlich meldet sich die Polizei nicht unter der Notrufnummer.

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