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Fördermittelurkunde für Schloss Schwarzburg von Bundesbauministerin Barbara Hendricks

Berlin. Bundesbauministerin Barbara Hendricks hat am 28. Juni 2017 23 ’Nationale Projekte des Städtebaus 2017’ ausgezeichnet. Schloss Schwarzburg erhält Bundesmittel in Höhe von 750.000 Euro für seinen Ausbau zum Denkort für Demokratie. Den Antrag als Projekt hatten IBA Thüringen und Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten gemeinsam mit zahlreichen Partnern im Rahmen des IBA Kandidaten ‚Resilientes Schwarzatal‘ auf den Weg gebracht. Vertreterinnen und Vertreter von der Gemeinde Schwarzburg, dem Förderverein Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie e.V., der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und IBA Thüringen nahmen die Urkunde in Berlin entgegen.

In der Region Schwarzatal sind viele zivilgesellschaftliche Akteure aktiv, um die Demokratie im ländlichen Raum zu stärken. Diese Aktivitäten werden ein Zentrum bekommen: das Schloss Schwarzburg. 2019 jährt sich die Unterzeichnung der Weimarer Verfassung durch Friedrich Ebert in Schwarzburg sowie die Gründung des Bauhauses in Weimar zum hundertsten Mal. Das Schloss soll Anlaufstelle für Projekte und demokratische Bildung werden. Außerdem soll es als Korrespondenzstandort zum ‚Haus der Demokratie‘ in Weimar entwickelt werden.

Hintergrund Nationale Projekte des Städtebaus

Die Schwerpunkte liegen in diesem Jahr auf dem demografiegerechten und barrierefreien Umbau der Städte und Gemeinden, Maßnahmen zur Konversion von Militärflächen und städtebaulicher Kooperationen. Das Bundesbauministerium fördert die 23 Siegerprojekte mit rund 65 Millionen Euro.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks: „Ich beglückwünsche alle ausgezeichneten Kommunen zu ihren ausgezeichneten Projekten. Ihr Engagement zeigt, dass der deutsche Städtebau innovative und hochwertige Lösungen zu bieten hat. Das Förderprogramm ermöglicht dem Bund, beispielgebende und zukunftsweisende städtebauliche Vorhaben der Kommunen direkt zu fördern. Das Programm wird sehr gut angenommen. Deshalb werden wir es auch 2018 fortführen und sogar aufstocken können. Ich freue mich bereits auf die einfallsreichen Projektskizzen im nächsten Jahr.“

Hintergrund IBA Kandidat ‚Resilientes Schwarzatal‘

Seit das ‚Resiliente Schwarzatal’ Ende 2014 zum Kandidaten der IBA Thüringen nominiert wurde, haben sich im Qualifizierungsprozess unter anderem zwei Projektstränge herausgebildet: Das Schloss Schwarzburg wird als Denkort für Demokratie ausgebaut sowie die ‚Sommerfrische Schwarzatal’ als touristisches Angebot der Region entwickelt.

Der Erhalt demokratischer Grundlagen unserer Gesellschaft gewinnt gerade in den von Schrumpfung betroffenen ländlichen Räumen an Bedeutung. Im Schwarzatal sind zahlreiche zivilgesellschaftliche Akteure aktiv. Da gerade im ländlichen Raum die Aktivierung von leerstehenden Gebäuden eine entscheidende Rolle spielt, soll im Schwarzatal die historische Sommerfrische-Architektur zu einem touristischen Angebot für neue Zielgruppen werden.

Beteiligte Akteure: Zukunftswerkstatt Schwarzatal e.V., LEADER Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt e.V., Tourismusregion Rennsteig-Schwarzatal e.V., Förderverein Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie e.V., Partnerschaften für Demokratie Saalfeld-Rudolstadt, Friedrich-Ebert-Stiftung, Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Gemeinde Schwarzburg, Verwaltungsgemeinschaft Mittleres Schwarzatal, Landkreis Saalfeld-Rudolstadt u.a.