Mobiles Bürgerbüro der Stadt Wittstock/Dosse. ©Stadt Wittstock/Dosse
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Rollende Büros in mehr Kommunen möglich
Geld für weitere mobile Bürgerdienste in den Kommunen angeboten

Potsdam. Die Landesregierung unterstützt die Kommunen mit weiteren Mitteln, um noch mehr „rollende Büros“ anbieten zu können. Ziel ist es, auch in der Fläche ein gutes Angebot an Behördendienstleistungen zu sichern.

Innenstaatssekretärin Katrin Lange: „Das Amt kommt zu den Menschen und nicht umgekehrt. Das ist die Idee des rollenden Büros. Wir wollen Kommunen finanziell unter die Arme greifen, wenn sie diesen Service für ihre Bürgerinnen und Bürger anbieten. Mit vergleichsweise wenig Geld kann ein großer Nutzen für die Menschen erreicht werden.“

Wer zum Beispiel einen neuen Personalausweis braucht, muss ins Rathaus kommen. Für ältere Menschen oder Berufstätige kann dies zum Problem werden. Dank der mobilen Bürgerbüros bieten Kommunen ihre Dienstleistungen dort an, wo sie nachgefragt werden, zum Beispiel in den Ortsteilen einer Gemeinde.

In acht Kommunen Brandenburgs werden diese mobilen Sprechstunden mittlerweile angeboten (die Städte Potsdam, Wittstock/Dosse, Nauen, Senftenberg, Velten und Liebenwalde sowie das Amt Brück und die Gemeinde Heideblick). Jetzt bietet das Land für vier weitere Kommunen eine Unterstützung von jeweils 5.000 Euro an. Anträge können bis Ende Oktober 2017 beim Innenministerium gestellt werden.

Die Mobilen Bürgerbüros sind in der Regel mit einem Technikkoffer ausgestattet, der alle wichtigen Komponenten enthält, um Bürgeranliegen vor Ort bearbeiten zu können. Hierzu gehören ein Laptop, ein Fingerabdruckscanner, ein Drucker sowie das Änderungsterminal der Bundesdruckerei für einen neuen Personalausweis. Die Datenanbindung der Geräte erfolgt entweder über das Mobilfunknetz oder über eine vorhandene Breitbandleitung beispielsweise in Gemeindezentren. Das bekannteste Beispiel für einen Mobilen Bürgerservice in Brandenburg ist das rollende Büro der Stadt Wittstock/Dosse (Foto). Dieser Kleinbus fährt regelmäßig sämtliche Orts- und Gemeindeteile an, um dort Bürgeranliegen entgegenzunehmen.

In dem umgebauten früheren Feuerwehrfahrzeug können Bürgerinnen und Bürger ihren Wohnsitz an- oder ummelden, Personalausweise sowie Reisepässe beantragen, aber auch die neuen Dokumente abholen und alle anderen wichtigen Formulare erhalten. Außerdem ist das rollende Büro Anlaufstelle für Fragen zum Friedhofswesen, dient als Fundbüro und zentrale Auskunftsstelle der Stadtverwaltung. Die Kommunen haben unterschiedliche Lösungen gefunden und kommen zum Beispiel ins Gemeindezentrum oder in einen anderen geeigneten Ort.


Foto: Stadt Wittstock/Dosse.

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