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Schwerin. Langanhaltender, zum Teil starker Regen hielt Mecklenburg-Vorpommern und weite Teile Norddeutschlands von Donnerstagmittag bis Samstag in Atem. Niederschläge von bis zu 100 mm pro m² wie beispielsweise in Waren und Pasewalk haben regional zu hohen Wasserständen in den Fließgewässern und Seen des Landes geführt. Teilweise waren die Gewässer bordvoll und in einigen Gebieten kam es zu Überschwemmungen von Grünlandflächen, wie z.B. an der Recknitz und am Hellbach. Schäden an kommunaler Infrastruktur waren jedoch nicht zu verzeichnen.

Das ist im Vergleich zum Jahr 2011, dessen Niederschlagsmengen bis auf lokale Ausnahmen nicht erreicht wurden, auch darauf zurück zu führen, dass die Böden aufgrund der vorangegangenen Trockenzeit in der Lage waren, viel Wasser aufzunehmen und die großen Seenspeicher, wie der Schweriner See und die Müritz noch Fassungsvermögen hatten, um die Wassermengen zu speichern.

„Die Situation macht deutlich, dass Hochwasserschutz eine Daueraufgabe ist. Die Investitionen, die wir nach 2011 getätigt haben, haben sich ausgezahlt“, sagte der Umweltminister Dr. Till Backhaus. So wurden beispielsweise in Anlagen zum Hochwasser- und Überflutungsschutz in der Conventer Niederung ca. 1,8 Mio. €, davon 1,2 Mio. Fördermittel, investiert.

Backhaus lobt die gute Zusammenarbeit der Akteure vor Ort: „Durch das gemeinsame und planvolle Vorgehen der Kommunen, der Wasser- und Bodenverbände, des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg und des Landkreises Rostock sowie des Abwasserzweckverbandes Kühlung wurde ein gut abgestimmtes und wirkungsvolles Hochwasserschutzkonzept umgesetzt.“

Nach den aktuellen Prognosen sind weitere ergiebige Niederschläge in den nächsten Tagen nicht zu erwarten, so dass von einer Entspannung der Abflusssituation in allen Gewässern ausgegangen wird. Derzeit werden alle Gewässer und Anlagen aber weiter intensiv kontrolliert. Über die bei den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt eingerichtete anlagenbezogene Rufbereitschaft ist die Kontrolle auch außerhalb der Dienstzeiten gewährleistet.

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