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Sommerzeit – Musikzeit
Die Hälfte der Thüringer Musikfestivals findet bundesweit Besucherinteresse

Erfurt. Erstmals sind amtliche statistische Ergebnisse für die Musikfestivals in Deutschland verfügbar. Diese wurden in einer Erhebung unter den Veranstaltern der bedeutendsten Musikfestivals und -festspiele im Jahr 2015 gewonnen. Sie können in der Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder „Musikfestivals und -festspiele in Deutschland“ kostenlos im Webshop des Thüringer Landesamtes für Statistik unter www.statistik.thueringen.de abgerufen werden.

In die Untersuchung flossen die Antworten etwa eines Drittels der deutschlandweit rund 1.650 Festivals und Festspiele mit überwiegend musikalischem Programm und einer Besucherzahl ab 1.000 ein.

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In Thüringen beteiligten sich 20 Festivals an der freiwilligen Befragung.

Den größten Anteil unter allen Veranstaltungen hatten die Rockmusik mit 12,0 Prozent sowie die Barock/Klassik-Festivals mit 11,7 Prozent. Bereits an dritter Stelle steht der Jazz als dominierender Musikstil mit 8,0 Prozent, gefolgt vom Pop mit 7,1 Prozent. Insgesamt wurde ein sehr breites Spektrum von Musikstilen von A capella, über Oper/Operette und Metal bis zum Blues auf die Bühnen gebracht.

Musikfestivals und -festspiele gibt es das ganze Jahr über, jedoch fanden im Jahr 2015 rund 60 Prozent aller Veranstaltungen in den drei Sommermonaten von Juni bis August statt.

Von den 20 beteiligten Thüringer Festivals haben elf eine Besucherzahl zwischen ein Tausend und fünf Tausend und jedoch drei von mindestens 50 Tausend.

Während bundesweit fast 50 Prozent der Veranstaltungen hauptsächlich nur regional Zulauf finden sind dies in Thüringen nur 25 Prozent. Die Hälfte (50 Prozent) der Festivals und Festspiele in Thüringen finden dagegen deutschlandweit Besucherinteresse. In Deutschland insgesamt ist dies weniger als ein Fünftel (19 Prozent) der Veranstaltungen.

Bezogen auf alle Veranstaltungen bieten rund 31 Prozent der Veranstaltungen sowohl Sitz- als auch Stehplätze an. Bei 28 Prozent der Festivals gibt es ausschließlich Sitzplätze, bei 41 Prozent nur Stehplätze. Je nach vorherrschendem Musikstil gibt es jedoch erhebliche Unterschiede. So werden bei Oper/Operette für alle Besucher Sitzplätze angeboten und bei Country und Punk gar keine.

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