Mehr Geld für Lehrer, langsamere Inklusion

Erfurt. Der künftige Bildungsminister Helmut Holter (Linke) will dem Lehrermangel in Thüringen den Kampf ansagen. Das habe für ihn im neuen Amt die oberste Priorität, sagte er MDR THÜRINGEN. Holter spricht sich für weitere Verbeamtungen von Lehrern sowie ein Seiteneinsteigerprogramm aus. Hierdurch sollen beispielsweise Naturwissenschaftler aus anderen Berufen für den Schuldienst geworben und weiterqualifiziert werden. Auch ausländische Pädagogen mit guten Deutschkenntnissen könnten für den Thüringer Schuldienst angeworben werden, so Holter weiter.

Außerdem sollen nach dem Willen von Holter die Thüringer Regelschullehrer besser bezahlt werden. Darüber will Holter schon im Herbst im Kabinett sowie mit Thüringens Finanzministerin Heike Taubert (SPD) reden.

Bremsen will Holter beim bisherigen Tempo des gemeinsamen Unterrichts an Thüringer Schulen. Der künftige Minister spricht sich dafür aus, zunächst die personellen und materiellen Voraussetzungen für die weitere Inklusion zu schaffen.

Größere Eigenständigkeit will Holter den Thüringer Schulen über so genannte Schulbudgets zugestehen. Das sind Gelder, über die die Bildungseinrichtungen vor Ort weitgehend selbst bestimmen können.

Holter wird voraussichtlich Ende August im Landtag auf das neue Amt vereidigt werden.