Erfurt. Zur ersten Schätzung der diesjährigen Kirschernte rechnen die auf Marktobstbau ausgerichteten Thüringer Obstbaubetriebe für dieses Jahr bei Süßkirschen mit einem Ertrag von 3,7 Tonnen je Hektar.

Damit liegt der Flächenertrag nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik um mehr als die Hälfte unter dem Ertragsniveau des Vorjahres (9,1 Tonnen je Hektar) und um knapp 50 Prozent unter dem langjährigen Mittel der Jahre 2011/2016 (7,2 Tonnen je Hektar).

Nach ersten Berechnungen wird für dieses Jahr eine Erntemenge von 850 Tonnen (2016: 2.325 Tonnen) Süßkirschen erwartet. Als Grund für die erwarteten Mindererträge wird die kühle Frühjahrswitterung (mehrere Frostnächte während der Kirschblüte) genannt. Die ertragsfähige Fläche der Süßkirschen sinkt gegenüber dem Vorjahr um 24 Hektar (-10 Prozent) auf 230 Hektar.

Für Sauerkirschen wird ebenfalls ein unterdurchschnittliches Erntejahr erwartet. Mit einem geschätzten Hektarertrag von 8,9 Tonnen liegt das Ertragsniveau 22 Prozent unter dem Vorjahr (2016: 11,5 Tonnen je Hektar). Der langjährige Durchschnitt der Jahre 2011/2016 (10 Tonnen je Hektar) würde um eine Tonne je Hektar bzw. 10 Prozent verfehlt. Die ertragsfähige Fläche der Sauerkirschen sank im Vergleich zum Vorjahr um 20 Hektar (-10 Prozent) auf insgesamt 187 Hektar. Für die Ernte 2017 wird eine voraussichtliche Erntemenge von 1 670 Tonnen erwartet. Das sind rund 950 Tonnen weniger als im langjährigen Mittel der Jahre 2011/2016 und circa 700 Tonnen weniger als im vergangenen Jahr.


Bitte beachten Sie:

Die Ergebnisse stellen die Ertragserwartungen der freiwilligen Ernte- und Betriebsberichterstatter zum Zeitpunkt Mitte Juni dar und können durch bisher nicht vorherzusehende wachstumsbeeinflussende Faktoren mehr oder weniger vom endgültigen Ergebnis abweichen.

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