Barbara Vetter zusammen mit ihren Töchtern Saba und Lola sowie einheimischen Freund Preshadh und dem Künstler Ralf Schlegel in Sri Lanka. Seit 14 Tagen mit dabei die wenige Wochen alte Katze TukTuk, benannt nach dem dreirädrigen Fortbewegungsmittel der Reisejournalisten. Kätzchen TukTuk haben die Veddas Saba und Lola geschenkt, nachdem sie über den Tod der ersten Katze, die ihnen in Sri Lanka zugelaufen war und die sie aufpäppeln wollten, gestorben ist. TukTuk ist seitdem treuer Begleiter der Reisejournalisten geworden.

Zu Besuch bei den Buschmännern
Lichtbildarena-Gründerin Barbara Vetter berichtet aus Sri Lanka

Jena. Bereits vier Wochen ist die Reisejournalistin und Lichtbildarena-Organisatorin Barbara Vetter zusammen mit ihren Töchtern Saba und Lola in Sri Lanka unterwegs. Begleitet wird sie von Beginn an von dem befreundeten Pößnecker Künstler Ralf Schlegel und Preshadh, einem Einheimischen, mit dem die Globetrotter-Familie bereits vor drei Jahren Freundschaft geschlossen und der sie überraschend am Flughafen empfangen hatte. „Preshadh ist ein unglaublich sympathischer und weltoffener Mensch, das hatte ich vor drei Jahren schon gleich erkannt, als er uns bei starkem Monsunregen Asyl gewährt hatte. Er kennt sein Land sehr gut, reist selbst viel durch Sri Lanka und liebt die Natur. So hat er 2007 bis 2010 für drei Jahre alleine im Dschungel verbracht, ohne jeglichen Kontakt zur Zivilisation. Er sagt, es war die beste Zeit in seinem Leben. Von ihm kann man jedenfalls sehr viel lernen“ sagt Barbara Vetter über ihren Freund.

Ausgangspunkt für die Globetrotter war das Lanka Learning Center, ein Schul- und Begegnungszentrum im Nordosten des Landes, für das die Lichtbildarena die Schirmherrschaft übernommen hat. Dort besuchten sie ein Schulfest, das jährlich ausgerichtet wird und zu dem dieses Jahr 2.500 Kinder von der gesamten Insel gekommen sind.

Weiter ging es zu den Veddas, den Buschmännern Sri Lankas, deren Leben sich ähnlich der Ureinwohner in anderen Ländern auch, in den letzten Jahren sehr gewandelt und verwestlicht hat. Bisher hatten die Reisejournalisten das Siedlungsgebiet der Veddas nicht besucht, weil sie von Einheimischen gehört haben, dass diese das Waldleben gegen Bezahlung für die Touristen spielen und vieles nicht mehr authentisch ist. Da Preshadh mit einigen Veddas eng befreundet ist, sind sie nun dorthin gereist. „Ich bin völlig beieindruckt von der doch noch bestehenden Tradition der Buschmänner! Klar, die meisten tragen heute westliche Kleidung und ein Telefon bei sich, aber viele Bräuche haben sie sich bis heute erhalten. So waren wir zu einem schamanischen Fest eingeladen, bei dem sich 4 Naturheiler zwei Tage und eine Nacht ohne Unterbrechung in Trance getanzt und dabei einige Dorfbewohner „geheilt“ haben. Wir hatten das Privileg, als erste Weiße daran teilzunehmen.“

Die Reisejournalisten wurden von den Veddas eingeladen, in der Nähe ihres brandgerodeten Maisfeldes mitten im Dschungel auf einem ihrer Baumäuser zu übernachten, die sie zum Schutz vor wilden Elefanten gebaut haben. Mit einem geländegängigen kleinen Traktor ging es bei Dunkelheit mitten durch den Urwald, dabei wurde laut gesungen und gerufen, um die freilebenden Elefanten nicht aufzuschrecken. Da es am Ende zu viele Leute für das Baumhaus waren, weil immer mehr Familienmitglieder mitkamen, wurde dann ein aus dem Regenwald herausragender Monolith als Schlafplatz gewählt, auf den die Dickhäuter nicht hinauf gelangen können. Die anschließende Nacht auf dem Felsen zählte zu den bisher eindringlichsten Momenten ihrer Zeit in Sri Lanka. „Ein wunderschönes, einmaliges Erlebnis, bei dem wir sogar ein Mantra der Veddas gelernt haben, das man spricht, wenn einem plötzlich ein aggressiver Elefant gegenüber steht“, so Barbara Vetter.

Ausblick:
LICHTBILDARENA
Das 16. Reise-Show-Festival in Jena vom 3. bis zum 5. November 2017.
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Foto: Barbara Vetter zusammen mit ihren Töchtern Saba und Lola sowie einheimischen Freund Preshadh und dem Künstler Ralf Schlegel in Sri Lanka. Seit 14 Tagen mit dabei die wenige Wochen alte Katze TukTuk, benannt nach dem dreirädrigen Fortbewegungsmittel der Reisejournalisten. Kätzchen TukTuk haben die Veddas Saba und Lola geschenkt, nachdem sie über den Tod der ersten Katze, die ihnen in Sri Lanka zugelaufen war und die sie aufpäppeln wollten, gestorben ist. TukTuk ist seitdem treuer Begleiter der Reisejournalisten geworden.