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Suhl. Anlässlich der geplanten zwei Rechtsrockkonzerte in Themar sprechen sich die regionalen Wirtschafts- und Tourismusverbände für Toleranz und Weltoffenheit aus:

„Dass die Region Thüringer Wald für mehr als 5.000 Besucher zur Kulisse rechter Hetze wird, dürfen wir nicht ignorieren! Es schadet dem Tourismus, dem Wirtschaftsstandort und damit der Region insgesamt.

Täglich setzen wir uns dafür ein, dass uns mehr Menschen besuchen, dass sie hier Urlaub machen, dass sie hier leben und arbeiten wollen. Ein Klima der Ausgrenzung und Intoleranz schadet dem Image Südthüringens als attraktive Region für Fachkräfte. Externe Fachkräfte, die diese Region dringend benötigt, werden abgeschreckt. Investoren wenden sich ab. Dies verursacht einen hohen wirtschaftlichen Schaden.

Wir sind nicht mehr länger bereit, das hinzunehmen. Deshalb unterstützen wir ausdrücklich das Engagement der Bürgerinnen und Bürger von Themar gegen Rechtsrock: Themar ist bunt. Der Thüringer Wald ist bunt. Wir stehen gemeinsam für eine offene Gesellschaft“, so die Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Tourismus.


Hintergrund

Am 15. Juli 2017 und am 29. Juli 2017 sind zwei Rechtsrockkonzerte in Themar angemeldet. Als Versammlungen getarnt, bieten diese Konzerte eine Bühne für einschlägige Bands der extrem Rechtenszene. Mit mehr als 5.000 Besucherinnen und Besuchern ist zu rechnen. Vor Ort werden demonstrative Gegenveranstaltungen unter dem Slogan „Themar ist bunt“ geplant.


Gemeinsame Pressemitteilung der Industrie- und Handelskammer Südthüringen, der Handwerkskammer Südthüringen, des Regionalverbunds Thüringer Wald und des Naturparks Thüringer Wald