Kostbare Pergamentzeichnung aus der Benediktinerabtei St. Paul im Kärntner Lavanttal in der Bettelordensausstellung eingetroffen.

Erfurt. Seit dem 20. Juli ist ein neues Objekt in der Ausstellung „Barfuss ins Himmelreich? Martin Luther und die Bettelorden in Erfurt“ zu bewundern.

Es handelt sich um eine kostbare farbige Pergamentzeichnung des frühen 17. Jahrhunderts, die den thronenden heiligen Benedikt bei der Weitergabe seiner Ordensregel an vor ihm kniende Mönche zeigt.

Das wahrscheinlich in Augsburg hergestellte Blatt stammt aus der uralten Benediktinerabtei St. Paul im Kärntner Lavanttal, aus der auch eine frühe Abschrift der für das gesamte abendländische Mönchtum prägenden Benediktsregel in der Ausstellung zu sehen ist. Das Stück illustriert auf besonders plastische Weise die Bedeutung der durch aufgeschriebene Regelwerke geordneten Lebensführung auch für die Erfurter
Bettelordensklöster und unterstreicht damit ein Kernthema dieser Hauptausstellung im Erfurter Reformationskalender 2017.

Die Kuratorenführung in der Sonderausstellung „Barfuß ins Himmelreich“ thematisiert dieses Objekt und viele andere Themen der Schau, am Sonntag, 23. Juli, um 14 Uhr im Stadtmuseum Erfurt.


Heiliger Benedikt übergibt die Regel
Augsburg (?), 1. Viertel 17. Jahrhundert
Pergament, Deckfarbenmalerei, Tinte
© Beneditktinerstift St. Paul, Grafisches Kabinett