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MFA: Mangelnde Sorgfalt in der Vorbereitung

Erfurt. Erneute Kritik äußert die CDU-Fraktion bezüglich der Entwicklung bei der Multifunktionsarena. Die Liste der Mängel, Sicherheitslücken und Unklarheiten nahm in den vergangenen Monaten stetig zu und die Kosten wurden nicht weniger. Der Oberbürgermeister hat die wiederholte Kritik immer wieder verneint und schön geredet, obwohl sie doch berechtigt war und ist. Aktuellen Medienberichten zufolge, habe man in der Verwaltung nun verstanden, nachdem zuvor eklatante Sicherheitslücken offensichtlich wurden. „Dies wird sich zeigen. Jedoch kommt es dafür eigentlich zu spät“, kommentiert Fraktionschef Michael Panse.

Panse zeigte sich vor allem verärgert, dass auf die angezeigten Schwierigkeiten seitens der CDU zwar immer wieder hingewiesen wurde, diese aber ignoriert wurden. „Es ist besonders ärgerlich, dass vor allem die Sicherheitsmängel erst in der laufenden Saison behoben werden sollen. Kommenden Samstag spielt Erfurt gegen Rostock. Eine kurzfristige Beseitigung der Sicherheitsmängel dürfte sich während der laufenden Saison als schwierig erweisen. Es bleibt zu hoffen, dass spätestens beim Derby gegen Jena alle Sicherheitsmängel beseitigt sind und zudem bei den bis dahin stattfindenden Spielen nichts passiert. Anderenfalls würde sich die Stadtverwaltung unangenehmen Fragen ausgesetzt sehen“, führt Panse fort. Bereits Anfang des Jahres stellte Panse eine Stadtratsanfrage zum Thema. Spätestens zu jenem Zeitpunkt, hätte die Verwaltung die offensichtlichen Sicherheitslücken und Mängel bemerken und beheben müssen. Bereits an dieser Stelle hätte man „verstehen“ müssen!

Ebenso irritiert zeigte sich auch die wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Marion Walsmann. Sie fragt konkret weiter, ob und welche Maßnahmen für eine nachträgliche Regelung im Sinne der Mängelbehebung geplant sind. Dabei geht es insbesondere um vertraglich-rechtliche Regelungen. Was wurde beispielsweise überhaupt reklamiert? Sie verweist außerdem darauf, dass nun Mittel aufgebracht werden müssten, die möglicherweise anderweitig verplant sind. „Was passiert dann mit den anderen Vorhaben? Es fehlt hier eindeutig an angemessener Sorgfalt schon in der Vorbereitung. Es muss daher geklärt werden, welche Maßnahmen folgen sollen. Wird es erneute Eingriffe in die bestehende Substanz geben? Welche weiteren Kosten entstehen? Kommt es zu qualitativen Einschnitten mit Blick auf die Abnahme? Der Oberbürgermeister soll endlich die Fakten auf den Tisch legen“, moniert Walsmann abschließend.