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Bodennutzung 2017

Erfurt. Die Thüringer Landwirte bestellten nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung im Jahr 2017 auf knapp 60 Prozent der 609.000 Hektar umfassenden Ackerfläche Getreide. Damit stehen nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik zur diesjährigen Ernte mit 350.400 Hektar Getreide zur Körnergewinnung (einschließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix) 1.500 Hektar weniger als im Vorjahr im Feld.

Die Anbaufläche von Weizen ist mit 227 200 Hektar gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben. Mit 217.100 Hektar wurde aber die Anbaufläche von Winterweizen um 3.700 Hektar (2 Prozent) reduziert. Sommerweizen und Hartweizen stehen auf 4.600 bzw. 5.500 Hektar, das sind zusammen 3.600 Hektar mehr als zum Vorjahr. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der Getreidefläche wird für den Anbau von Gerste genutzt. Wintergerste, mit deren Ernte begonnen wurde, steht auf 68.400 Hektar und liegt damit um 3.600 Hektar unter Vorjahresniveau. Die Anbaufläche für Sommergerste, die vorwiegend als Braugerste Verwendung findet, stieg dagegen um 13 Prozent bzw. 3.200 Hektar auf 28 200 Hektar.

Ein Fünftel (20 Prozent) der Ackerfläche Thüringens wird für den Anbau von Ölfrüchten genutzt. Gegenüber dem Vorjahr wurden mit 119.700 Hektar ein Prozent bzw. 800 Hektar weniger mit Ölfrüchten bestellt. Die Anbaufläche für Winterraps sank von 118.700 Hektar im Jahr 2016 um 800 Hektar auf 117.900 Hektar im Jahr 2017. Sonnenblumen stehen auf 800 Hektar, im Vorjahr waren es 700 Hektar. Hackfrüchte werden auf 12 200 Hektar angebaut. Gegenüber dem Vorjahr wurde diese Anbaufläche um 2.300 Hektar erweitert. Zuckerrüben stehen auf 10.300 Hektar. Das entspricht einem Anstieg von 2.500 Hektar bzw. 32 Prozent, bedingt durch das Auslaufen der Marktordnung (Zuckerrübenquote). Kartoffeln wurden auf 1.600 Hektar gelegt, im vergangenen Jahr waren es 1.800 Hektar.

Drei Prozent des Ackerlandes bzw. 18.200 Hektar wurden wie auch im Jahr 2016 mit Hülsenfrüchten wie Futtererbsen oder Ackerbohnen bestellt.

Der Anbau von Pflanzen zur Grünernte, die nicht nur als Tierfutter, sondern auch energetisch genutzt werden, nimmt 15 Prozent des Ackerlandes ein. Die Fläche wurde gegenüber 2016 um 1.100 Hektar auf 92 200 Hektar reduziert. Die Anbaufläche von Silo-Mais von 57.900 Hektar ist fast unverändert (2016: 57.800 Hektar). Die Fläche für Feldgras wurde geringfügig um 500 Hektar auf 10.500 Hektar reduziert.

11.200 Hektar des Thüringer Ackerlandes wurden mit Beihilfeanspruch stillgelegt.

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