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Ministerin Siegesmund: Dank an Einsatzkräfte und Helfer
für unermüdlichen Einsatz / Hochwasserbereitschaftsdienst aktiviert

Jena. Umweltministerin Anja Siegesmund hat sich am 26. Juli ein Bild über die aktuelle Hochwasserlage in Thüringen gemacht. Beim Besuch in der Thüringer Hochwassernachrichtenzentrale dankte sie den Einsatzkräften vor Ort für das unermüdliche Engagement in den vergangenen 36 Stunden.

„Mein großer Dank geht an die Einsatzkräfte und Helfer vor Ort in den betroffenen Regionen. Gemeinden, Feuerwehren und Polizei haben ebenso wie die Flussmeistereien, die Mitarbeiter des Umweltministeriums und der TLUG sowie viele ehrenamtliche Helfer großartige Arbeit geleistet“, sagte die Ministerin in der Hochwassernachrichtenzentrale der TLUG in Jena.

Die Rettungskräfte waren aufgrund des anhaltenden Dauerregens auch am Mittwochmorgen weiter ausgelastet. Vor allem im Einzugsgebiet von Werra und Unstrut sorgen die anhaltenden Niederschläge für einen Wiederanstieg der Pegel, nachdem es in der Nacht leichte Entspannung gegeben hatte.

Der Werrazufluss Schmalkalde ist vom Hochwasser bislang am stärksten betroffen. Hier ist aktuell die Alarmstufe 1 erreicht. An der Werra werden die Wasserstände weiter steigen, so dass weitere Pegel den Meldebeginn erreichen. Am Pegel Breitungen ist im Laufe des Tages das Erreichen der Alarmstufe 1 möglich.

„Vor allem die stillen Helfer im Hintergrund haben Schlimmeres verhindert. Dazu zählen vor allem die Flussmeistereien. Die Bewährungsprobe der letzten 3 Tage haben wir auch durch ihren unermüdlichen Einsatz bestehen können“, so die Ministerin. Die Schöpfwerke an Gera und Unstrut sind in Betrieb und werden vom Bereitschaftsdienst überwacht sowie von Treibgut beräumt. In der Nacht erfolgten weitere Kontrollgänge. Mehrere Wehre wurden durch die Flussmeistereien gezogen, alle wasserwirtschaftlichen Anlagen arbeiten bislang störungsfrei.

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An den Thüringer Talsperren und Rückhaltebecken stehen weiter genügend Hochwasserfreiräume zur Verfügung. Sie wurden bislang nur wenig beansprucht und könnten bei Verschärfung der Lage angestaut werden.

Ursache für die derzeitige Hochwasserlage ist das Tief „Alfred“, das teilweise für extreme Niederschläge sorgt. „Die Häufung von Extremwettersituationen wie dieser ist besorgniserregend. Der globale Trend ist auch für Thüringen deutlich nachweisbar. Wir müssen dringend handeln, um den Klimawandel zu stoppen“, so der Appell der Ministerin.

Mit Blick auf die aktuelle Lage ergänzt die Ministerin: „Thüringen ist vorbereitet. Mit dem Landesprogramm Hochwasserschutz werden bis 2021 viele Investitionen wirksam, um Menschen und Land vor Hochwassergefahren zu schützen.“ Mit mehr als 3.200 Vorhaben und einem Investitionsvolumen von etwa 280 Millionen Euro wird der Hochwasserschutz in Thüringen gegenwärtig neu ausgerichtet.

Mehr Infos zum Landesprogramm: https://www.thueringen.de/th8/tlug/umweltthemen/aktionfluss/hochwasser/landesprogramm_hws/index.aspx

Aktuelle Meldungen und Pegelstände unter: hnz.thueringen.de

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