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Ziel: Produktionsstandorte, Technologie und Beschäftigung erhalten / Transfergesellschaft muss kommen

Erfurt. Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Georg Maier hat den am 26. Juli vom Insolvenzverwalter in Aussicht gestellten Einstieg einer Investorengruppe beim Solarhersteller SolarWorld AG begrüßt. „Das ist ein Schritt, der Hoffnung macht, die Produktionsstandorte, die Technologie und am Ende auch möglichst viel Beschäftigung erhalten zu können“, sagte Maier. Der nächste Schritt sollte jetzt sein, dass der Investor schnell Klarheit schafft zu seinen Plänen und Zielen. „Am Ende zählen wie immer nur unterschriebene Verträge und Vereinbarungen.“

Der Insolvenzverwalter hatte das Ministerium vorab über die sich abzeichnende Investorenlösung in Kenntnis gesetzt. Zwar sei er nicht glücklich darüber, dass zunächst nur 450 Mitarbeiter übernommen werden sollen, sagte Maier weiter – zumal nicht ganz klar sei, wie damit die Produktion an den beiden Standorten aufrechterhalten werden könne. Auch das Aus für die SolarWorld-Zentrale in Bonn sei ein schmerzhafter Einschnitt. Allerdings erkenne er das Bemühen des Insolvenzverwalters an, Gläubigerinteressen zu wahren und gleichzeitig eine realistische Fortführungsperspektive für das Unternehmen zu eröffnen. Das Land werde seinen Beitrag dazu leisten, dem Investor den Schritt nach Thüringen zu ebnen und dazu selbstverständlich auch alle beihilferechtlich möglichen Förderinstrumente nutzen.

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Zugleich hält Maier den Plan, eine Transfergesellschaft für alle weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Leben zu rufen, für dringend erforderlich. „Die Beteiligung des potentiellen Investors an einer solchen Gesellschaft wäre auch das Signal, dass er es mit seinem Engagement in Arnstadt und Freiberg ernst meint“, sagte der Staatssekretär. Jeder Erwerber sollte ein großes Interesse daran haben, so viele der gut qualifizierten SolarWorld-Beschäftigten wie möglich zu halten. Dazu könne die Gesellschaft einen Beitrag leisten. „Das Ziel sollte es daher sein, möglichst viele Beschäftigte aus der Transfergesellschaft in das neue Unternehmen zu übernehmen.“

In jedem Fall sei die Transfergesellschaft ein wichtiges Instrument, um den Beschäftigten einen strukturierten Übergang z.B. in andere Unternehmen der Region zu ermöglichen, so der Staatssekretär. Er bedaure, dass damit weiterhin Unsicherheit für einen Großteil der Arbeitnehmer verbunden sei. „Dennoch ist diese ‚kleine Lösung‘ angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen derzeit immer noch die beste Option.“

Grundsätzlich seien die Chancen, in der Region einen neuen Arbeitsplatz zu finden, angesichts der hohen Fachkräftenachfrage derzeit sehr gut, betonte Maier. Deshalb gehe er davon aus, dass es mit Unterstützung der Arbeitsagentur möglich sein werde, für die von diesem Schritt betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Arbeitslosigkeit zu vermeiden.

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