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Erfurt. In Thüringen werden 2,4 Millionen Tonnen Getreide erwartet. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik nach ersten Schätzungen der Ernteberichterstatter von Mitte Juni 2017 mitteilt, wird eine Getreideernte (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix sowie ohne anderes Getreide zur Körnergewinnung) von knapp 2,4 Millionen Tonnen erwartet. Damit liegt die diesjährige Erntemenge um 16 Prozent bzw. 0,4 Millionen Tonnen unter der Menge des Vorjahres. Das langjährige Mittel der Jahre 2011 bis 2016 wird um 0,2 Millionen Tonnen bzw. 8 Prozent unterschritten. Der Flächenertrag liegt nach ersten Berechnungen mit 6,8 Tonnen je Hektar um 16 Prozent unter dem Ertragswert des sehr guten Erntejahres 2016 (8,1 Tonnen je Hektar).

Nach vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung steht in diesem Jahr das Getreide auf 346.700 Hektar. Somit liegt der Getreideanbau in Thüringen um 1.300 Hektar unter dem Niveau des Vorjahres (348.000 Hektar).

Für Winterweizen, der in diesem Jahr auf 217.100 Hektar (2016: 220.800 Hektar) angebaut wird, rechnen die Landwirte mit einem deutlich unter dem Vorjahreswert (8,5 Tonnen je Hektar) liegenden Ertrag von 7,1 Tonnen je Hektar. Im langjährigen Mittel wurden 7,6 Tonnen vom Hektar geerntet. Die diesjährige Erntemenge wird nach den jetzigen Berechnungen bei 1,5 Millionen Tonnen liegen. Das sind 0,3 Millionen Tonnen bzw. 18 Prozent weniger als im vergangenen Jahr.

Bei Roggen und Wintermenggetreide wird von den Thüringer Landwirten ein Hektarertrag von 6,2 Tonnen erwartet. Dieser liegt um eine Tonne unter dem Ertrag des Vorjahres. Das Mittel der letzten sechs Jahre wird um 0,5 Tonnen bzw. 7 Prozent unterschritten. Bei einer Anbaufläche von 6 700 Hektar ergibt sich eine Erntemenge von 41,1 Tausend Tonnen.

Mit einem erwarteten Flächenertrag von 6,4 Tonnen je Hektar wird Triticale, eine Kreuzung zwischen Winterweizen und Roggen, den Vorjahresertrag (6,7 Tonnen je Hektar) um 5 Prozent verpassen. Das durchschnittliche Ertragspotential der Jahre 2011 bis 2016 von 6,1 Tonnen je Hektar wird jedoch um 0,3 Tonnen je Hektar bzw. 4 Prozent überschritten.

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Wintergerste wird in diesem Jahr auf 68 400 Hektar angebaut und der Flächenertrag mit 6,9 Tonnen je Hektar eingeschätzt. Damit liegt der diesjährige Hektarertrag um 15 Prozent unter dem hohen Ertrag des Jahres 2016, jedoch nur 3 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre.
Bei Sommergerste rechnen die Landwirte mit einem Hektarertrag von 5,4 Tonnen, der damit um 10 Prozent unter dem Vorjahresertrag und 4 Prozent unter dem langjährigen Mittel liegt. Die erwartete Erntemenge liegt bei 152.000 Tonnen.

Für Hafer (Anbauumfang: 4 500 Hektar) schätzen die landwirtschaftlichen Betriebe den Hektarertrag mit 4,1 Tonnen ein. Das wären 0,2 Tonnen bzw. 5 Prozent weniger als 2016. Die Erntemenge beträgt 18.000 Tonnen.

Bei Winterraps wird mit einer Ernte von 3,5 Tonnen je Hektar gerechnet. Damit liegt die Ertragserwartung um 0,5 Tonnen je Hektar unter dem hohen Ergebnis des Vorjahres und 0,4 Tonnen je Hektar unter dem langjährigen Durchschnitt. Nach den Ergebnissen dieser Junischätzung wird die Erntemenge bei 410.000 Tonnen liegen.


Bitte beachten Sie:
Die Ergebnisse stellen die Ertragserwartungen der freiwilligen Ernte- und Betriebsberichterstatter zum Zeitpunkt Mitte Juni dar und können durch bisher nicht vorherzusehende wachstumsbeeinflussende Faktoren mehr oder weniger vom endgültigen Ergebnis abweichen. Die Berechnung der Entwicklungen erfolgt auf voller Stellenzahl.

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