Altenburg. Die denkmalgerechte Instandsetzung der Hauptfassade des Altenburger Schlosses kommt in die Schlussphase. In dieser Woche begann der Abbau des Gerüsts, nach und nach wird der Blick auf den fertig gestellten Außenputz frei. Die nach Westen zeigende Seite des Residenzschlosses präsentiert sich nunmehr in einem historisch verbürgten Weiß. Die Instandsetzung stellt mit Blick auf die Flächengröße und die Hanglage eine beachtliche Leistung dar.

Das Gerüst an der Fassade hat indes noch nicht ganz ausgedient, es wird zunächst nur bis zum Sockel abgebaut. Die Fertigstellung des Sockels steht in den kommenden Wochen auf dem Programm, dabei handelt es sich im Wesentlichen um Naturstein- und Putzarbeiten. Die Restarbeiten werden voraussichtlich Mitte November 2017 beendet sein.

Die Instandsetzung der mehr als 1.700 Quadratmeter messenden Fassade kann mit Fug und Recht als Mammutprojekt bezeichnet werden, vor etwa einem Jahr hatten die Arbeiten mit einem kleinen Bürgerfest begonnen. Die Gesamtkosten werden sich voraussichtlich auf circa 1,43 Millionen Euro summieren, die Finanzierung der Baumaßnahme kann nur mithilfe von Geldern aus der Städtebauförderung von Bund, Land und Gemeinde gestemmt werden.

Übrigens: Wer die frisch verputzte Fassade eingehend betrachtet, dem fällt womöglich eine kleine, unverputzte Stelle unterhalb der Traufe auf. Dabei handelt es sich keineswegs um ein Versehen. Das etwa ein Quadratmeter große Stück wurde bewusst nicht verputzt, die Denkmalbehörde des Landes wollte es in seinem ursprünglichen Zustand belassen, um die historische Fassade dokumentieren zu können. Der circa 300 Jahre alte Original-Putz soll der Nachwelt erhalten bleiben – gewissermaßen ein Gruß aus der Vergangenheit.

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