Foto: Tina Peißker

Jena. Auf seiner diesjährigen Sommertour „Zukunft Thüringen“ besuchte der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow am 26. Juli den Jenaer Kinder- und Jugendzirkus MoMoLo.

Während des Kennlerngesprächs konnte Ramelow mehr über die Bildungs- und Kulturarbeit des Jenaer Zirkusvereins erfahren und teilte gleichzeitig seine eigene Faszination für Zirkus mit. In Thüringen ist das Medium der Zirkuspädagogik im Vergleich zu den alten Bundesländern noch ein eher neueres Phänomen. „Ich würde mir wünschen, dass zukünftig Zirkuspädagogik ein zentrales Element für Schulen und außerschulisches Lernen in Thüringen wird“, so MoMoLo-Geschäftsführer Ziepert, „es verbindet auf ganz besondere Weise Pädagogik mit künstlerischen Können.“ Um sich davon selber ein Bild zu machen, besuchte Ramelow mit seinen Mitarbeitern auch einen Luftartistikworkshop für Kinder- und Jugendliche im MoMoLo-Zirkuszelt.

Auf die Einladung hin, sich selber am Trapez auszuprobieren, zeigte sich der Ministerpräsident akrobatisch und stiegt selber auf das Trapez, was für Begeisterung bei den Teilnehmern sorgte. Bodo Ramelow warb im weiteren Gespräch zudem für ein verstärktes bürgerschaftliches Engagement im Freistaat Thüringen.

Foto: Tina Peißker

Ramelow wünsche sich, dass in Thüringen mehr Engagierte ihre Ideen eigenständig realisieren und wegkommen würden von der oft anzutreffenden Position „Das muss der Staat machen“.

Ramelow lobte die Stadt Jena, die in Thüringen in diesem Bereich sehr gut entwickelt sei. Laut Ramelow gibt Thüringen übrigens im bundesweiten Vergleich am meisten Geld für Kultur pro Einwohner aus. Der MoMoLo-Vorstand gab dem Landesvater den Wunsch nach einer flächendeckenden Stärkung der zirkuspädagogischen Arbeit in Thüringen mit auf den Weg. Für den bisher immer noch nicht geklärten Bleibestatus des MoMoLo-Hausmeister Paares (geflüchtete Roma Familie aus Serbien), die im vergangen Jahr nur knapp einer Abschiebung entgangen sind, da waren sich Ramelow und Ziepert einig, braucht es eine dauerhafte Lösung.