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Jena. Die Gewinner und Gewinnerinnen des Lehrpreises 2017 der Universität Jena stehen fest. Dr. Sandra Stuwe vom Institut für Romanistik und Sophie Picard vom Institut für Germanistische Literaturwissenschaft erhalten den Preis für die beste Lehrveranstaltungskonzeption. Die Preisträgerinnen werden für das gemeinsame Seminar „Übersetzerwerkstatt: Contes de Voltaire“ ausgezeichnet.

Den Preis für das beste Lehrkonzept in der Studieneingangsphase erhalten Prof. Dr. Martin Mundhenk als ehemaliger Studiendekan und die Fachschaft Mathematik für die Neugestaltung der Studieneingangsphase im Fach Mathematik. Damit soll das engagierte Zusammenwirken von Lehrenden und Studierenden der Fakultät in der Unterstützung des Studieneinstiegs gewürdigt werden. Beide Preise sind mit je 2.500 Euro dotiert.

In dem von Sandra Stuwe und Sophie Picard geleiteten interdisziplinären Projektseminar erarbeiteten Studierende im Laufe eines Semesters gemeinsam eine publikationsfähige Übersetzung von Voltaires Erzählung „Micromégas“. Dabei setzen sich die Studierenden eingehend mit Methoden und Herausforderungen des Übersetzens auseinander und erwarben zugleich breite sprach-, literatur- und kulturwissenschaftliche Kenntnisse. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen nahmen die wissenschaftliche Zusammenarbeit im Werkstattformat als hoch motivierend und ertragreich wahr.

Das in der Fakultät für Mathematik und Informatik entwickelte Konzept für die Studieneingangsphase reagiert auf Lernschwierigkeiten von Studienanfängern und -anfängerinnen mit begleitenden Hilfestellungen im Lernprozess. Initiativen des Fachschaftsrates Mathematik, der mit dem „Mathe-Café“ und Klausurvorbereitungswochenenden Studierenden gezielt Unterstützung bietet, werden durch die Umstellung des Übungsbetriebs zu einem neuen Betreuungsmodell verknüpft. In diesem Zusammenhang hat Prof. Dr. Anke Pohl als Pilotprojekt die Übungen zur Vorlesung „Analysis für Lehramtsstudierende“ neu aufgesetzt. Die offenere Gestaltung ermöglicht es, individueller auf Schwierigkeiten einzugehen und den Teilnehmern das methodische Herangehen an Probleme nahezubringen.

„Der Lehrpreis bietet die Chance, den Umgang mit aktuellen Herausforderungen zu thematisieren“, sagt Prof. Dr. Iris Winkler, die Vizepräsidentin der FSU für Studium und Lehre. Sie sehe den Preis als Steuerungsinstrument und zugleich als Gelegenheit, kreative Ideen und durchdachte Maßnahmen auszuzeichnen, wenngleich das Preisgeld eher ein symbolisches sei.

In diesem Jahr wurden 13 Vorschläge für den Lehrpreis eingereicht. Das waren weniger als in den zwei Jahren zuvor, jedoch war die Qualität der Nominierungen bemerkenswert hoch.

Den Lehrpreis vergibt die Universität Jena in der jetzigen Form seit 2015. Die Preisträger und Preisträgerinnen wurden durch den Studienausschuss des Senats ausgewählt. Überreicht werden die Preise am Donnerstag (16. November) in den Rosensälen der Universität (Fürstengraben 27) im Rahmen eines „Dies Legendi“. Bei der Veranstaltung von 14 bis 17 Uhr werden die Preisträger und Preisträgerinnen ihre Konzepte vorstellen. Den öffentlichen Vortrag am „Dies Legendi“ hält der renommierte Bildungsforscher Prof. Dr. Manfred Prenzel aus München.

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