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Am 3. Mai gab der Jenaer Stadtrat den Weg frei für eine Investition von 800.000 Euro für vier Flutlichtmasten für das Stadion Jena. Das neue Flutlicht soll die im Sommer 2013 abgerissenen und zerlegten historischen Flutlichtmasten („Giraffen“) ersetzen. War die beschlossene Summe von 800.000 Euro eine Schätzung, die sich an den Kosten in gleicher Höhe für die Sanierung der historischen Flutlichtmasten orientierte?

Der Eigenbetrieb Kommunale Immobilien Jena (KIJ) ist für die Jenaer Sportstätten verantwortlich. Im Spannungsfeld von Bürgerwunsch (Stadionsanierung) und ambivalenter Haltung von Oberbürgermeister Schröter, seinen Dezernenten und dem Stadtrat versucht der Eigenbetrieb, aus der Zwischenlösung für das Flutlicht eine dauerhafte Lösung zu erreichen. In modernen Stadien ist das Flutlicht an den Tribünendächern angebracht. Doch auch das Stadion-Projekt befindet sich in der Schwebe: Wie es aussehen soll, ist unbekannt. Dennoch gibt der Eigenbetrieb durch den Beschluss Nr. 17/1299-BV vier Standorte für Flutlichtmasten vor. Dieses Vorgehen wurde von den Bürgern für Jena im Stadtrat kritisiert. Für eine Zwischenlösung kurzer Dauer 800.000 Euro auszugeben wäre unverantwortlich.

Nun ist der FC Carl Zeiss Jena wieder im Profisport angekommen. Der Deutsche Fußballbund verlangt eine Flutlichtanlage mit 800 Lux – die Zeit der genehmigten Ausnahmen (mobiles Flutlicht und Ausweich-Stadion) ist vorbei. Wie nun aktuell in lokalen Pressemedien berichtet wird, gab es im Zuge der Ausschreibung für die Flutlichtmasten „kein annehmbares Ergebnis“. Lag es an der Ausschreibung, dass sich nur wenige Anbieter bewarben? Waren die Angaben des Eigenbetriebes zu ungenau, weshalb die vorgegebenen Kosten von den Anbietern übertroffen wurden? Der Eigenbetrieb KIJ will dieses nun prüfen und mit den Investoren in ein Verhandlungsverfahren gehen. Der Termin für die Aufstellung der vier Masten zum 17. Dezember 2017 soll jedoch gehalten werden.