Inflationsrate in Thüringen im Juli mit voraussichtlich 1,6 Prozent über dem Vorjahresniveau

Erfurt. Im Juli verzeichneten die Verbraucherpreise einen leichten Anstieg. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik erhöhte sich der Verbraucherpreisindex im Monat Juli gegenüber dem Vormonat Juni um 0,4 Prozent und erreichte einen Indexstand von 109,4 Prozent (Basis 2010=100).

Die Jahresteuerungsrate stieg von 1,5 Prozent im Monat Juni auf 1,6 Prozent im Monat Juli. Nennenswerte Preissteigerungen wurden für alkoholische Getränke und Tabakwaren (3,7 Prozent), Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (3,3 Prozent) sowie für Nahrungsmittel und alkohol- freie Getränke (3,1 Prozent) beobachtet.

Im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur (2,2 Prozent) erhöhten sich die Preise für Pauschalreisen um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Mineralölprodukte verteuerten sich im Durchschnitt im Jahresvergleich um 0,9 Prozent. Die Heizölpreise stiegen um 4,8 Prozent, während die Kraftstoffpreise das Niveau des Vorjahres erreichten.
Im Nahrungsmittelbereich wurden erhebliche Preissteigerungen für Speisefette und Speiseöle (34,2 Prozent), darunter für Butter 75,6 Prozent, für Molkereiprodukte und Eier (12,6 Prozent), darunter für Sahne (33,8 Prozent), für Teilentrahmte Milch (33,3 Prozent) sowie für Quark (32,5 Prozent) festgestellt. Indexdämpfend wirkten sich die Preisentwicklung der saisonabhängigen Nahrungsmittel (frisches Obst und Gemüse, frischer Fisch) (-2,6 Prozent) aus. Deutlich günstiger als im Vorjahr wurde Gemüse (-6,9 Prozent) angeboten. Besonders für Gurken fielen die Preise im Jahresvergleich um 28,2 Prozent, für Weißkohl um 19,8 Prozent oder für Paprika um 16,8 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Juli um durchschnittlich 0,4 Prozent. Saisonbedingt erhöhten sich Pauschalreisen um 14,7 Prozent. Die Preise der Mineralölprodukte fielen um 2,1 Prozent, die Preise der Kraftstoffe gaben um 2,4 Prozent nach, die Preise für Heizöl um 0,2 Prozent. Weitere nennenswerte Preissenkungen wurden für Bekleidung und Schuhe (- 3,9 Prozent) im Monatsvergleich beobachtet.

Erscheint am 3. August 2017 keine Korrektur, sind die veröffentlichten Indizes als endgültig anzusehen.

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