555.000 Grundschulkindern fehlt ein Betreuungsangebot nach dem Unterricht – zu diesem Ergebnis kommt die neue Prognos-Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums. Eltern sind daher vielfach auf Alternativen zu den institutionellen Betreuungsangeboten angewiesen. Das hat Betreut.de zum Anlass genommen, einem neuen Trend in der Betreuung näher auf den Grund zu gehen: den sogenannten Leihgroßeltern. Diese sorgen nicht nur für eine wichtige Entlastung im Alltag von Familien, sondern auch für einen wertvollen Austausch der Generationen. Doch sind sie auch noch agil genug, mit sehr lebhaften Kindern umzugehen?

Betreut.de hat gängige Annahmen und Vorurteile in einer deskriptiven Datenanalyse überprüft und dabei die Leihgroßeltern der traditionellen Betreuung durch Babysitter gegenübergestellt. Das Ergebnis: In vielen Bereichen, wie etwa in ihrer Bereitschaft zu kochen oder in der zusätzlichen Übernahme leichter Hausarbeiten, unterscheiden sich Babysitter und Leihgroßeltern nur unwesentlich. Selbst den Besuch im Schwimmbad trauen sich die Senioren zu einem gleich großen Anteil wie jüngere Babysitter zu. Leihgroßeltern heben sich jedoch mit mehr Erfahrung und höherer Flexibilität ab. Für viele Eltern ist zudem der familiäre Anschluss wichtig, der laut der Soziologie-Professorin Dr. Birgit Blättel-Mink gerade den Leihgroßeltern am Herzen liegt. Wer sich dieser Gruppe zugehörig fühlt, sollte bei der nächsten Suche einen genaueren Blick auf die reiferen Betreuer werfen.

>> Weitere Details finden Sie im Artikel und in der Infografik.

Leihgroßeltern sind gefragt, aber rar

Obwohl noch wenig verbreitet, sind Leihgroßeltern sehr gefragt. Bei Betreut.de hat im Jahr 2016 immerhin jede fünfte Familie diese Betreuungsform für ihre Kinder in Erwägung gezogen. Vielerorts ist das Interesse jedoch bislang noch bei zu wenigen Senioren angekommen. Das folgende Ranking zeigt die 10 Städte, wo die Wahrscheinlichkeit, schnell eine Leihoma oder einen Leihopa zu finden, am größten ist.

Die vollständige Tabelle mit allen 102 untersuchten Städten finden Sie hier.

Methode

Die Untersuchung basiert auf unternehmensinternen Daten von Betreut.de aus dem Jahr 2016. Hierfür wurden 60.000 Profile von Leihgroßeltern und Babysittern ausgewertet und anhand ihrer Durchschnittswerte miteinander verglichen.
Für das Städteranking wurden lokale Leihgroßeltern-Profile ins Verhältnis zu Jobangeboten für Leihgroßeltern gesetzt. Je mehr verfügbare Leihgroßeltern pro Gesuch, desto größer sind die Chancen, auch tatsächlich den passenden Kandidaten zu finden.

Die Care.com Europe GmbH ist eine Tochtergesellschaft von Care.com Inc., dem weltweit größten Onlinedienst für Betreuung und familienunterstützende Dienstleistungen. 2006 in den USA gegründet, hat Care.com heute 24 Millionen Mitglieder in mehr als 20 Ländern. Die in Deutschland als Betreut.de bekannte Plattform ermöglicht es Familien, einfach und verlässlich mit Kindern, Senioren- und Tierbetreuern sowie Haushaltshilfen in Kontakt zu treten und Unterstützung für den Alltag zu finden.