Foto: Sebastian Harz
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Jena. Im Volkspark Oberaue und in den Kernbergen wurden zahlreiche Hinweisschilder zerstört.

„Ich habe ja schon einen ganzen Schwung verbogener Schilder wieder gerade gebogen. Allerdings frage ich mich jedes Mal, warum jemand etwas gegen die Ausschilderung von Laufstrecken hat? Laufen ist wohl die am wenigsten invasive Art sich durch die Gegend zu bewegen. Wer kann da etwas dagegen haben? Simpler Vandalismus kann es ja auch nicht sein, dazu muss man ja aktiv durch die Kernberge gehen und alles kaputt machen. Was motiviert solche Leute?“

Nachdem der Laufladen Jena am vergangenen Wochenende über ein soziales Medium auf den Vandalismus aufmerksam gemacht hat, erreichte ihn die oben stehende Rückmeldung eines Jenaer Läufers.


Zur Erläuterung:

Die Stadt Jena hat gemeinsam mit ortsansässigen Unternehmen im Juni das Projekt der Laufwege in Jena erweitert. In den Kernbergen wurden drei Trailrunningstrecken über 6,7km, 11,5km und 17,5km ausgewiesen. Durch den Start- und Endpunkt am Ernst-Abbe-Sportfeld schließen diese Wege hervorragend an die bereits bekannten Laufwege im „Paradiespark“ an. Sie verlaufen von dort aus durch die eindrucksvolle Landschaft der Jenaer Kernberge und nutzen das bereits erschlossene Wanderwegenetz. Mit einem Investitionsvolumen von mehreren tausend Euro wurden nach mehrmonatiger Vorbereitungszeit unter anderem mehrere massive Hinweistafeln und knapp 100 Streckenschilder angebracht.

In den letzten Wochen ist es dann leider zu zahlreichen Fällen von Vandalismus gekommen. In den Kernbergen wurden mindestens 25 Streckenschilder zerstört bzw. umgeknickt. Ebenso wurde das erst vor wenigen Monaten neu montierte Hinweisschild im Paradies (nach der Bahnunterführung zur Querwege Schule) mutwillig beschädigt.

Dass dies eine Straftat ist, sollte jedem klar sein. Aus diesem Grund wurde bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt aufgegeben. Sollten Sie zu den Vorfällen etwas bemerkt haben, richten Sie Ihre Zeugenaussagen bitte an die Jenaer Polizei.