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Jena. Der FC Carl Zeiss Jena (FCC) zieht im Premierenduell gegen die Sportfreunde Lotte deutlich den Kürzeren und muss sich vor 1.923 Zuschauern im FRIMO-Stadion Lotte mit 0:4 (0:2) geschlagen geben.

Dabei musste der FC Carl Zeiss Jena, der aufgrund von Rückenproblemen auf Timmy Thiele verzichten musste, einiges Lehrgeld zahlen.

Mit Timo Mauer und Florian Brügmann gaben gleich zwei Spieler ihr FCC-Startelfdebüt in der 3. Liga, und auch Sören Eismann, Manfred Starke und Matthias Kühne kehrten nach ihren Verletzungen wieder zurück in den Kader – wenn auch zunächst “nur” auf die Bank des FCC. Aber auch die von Marc Fascher trainierten Sportfreunde aus Lotte hatten mit Michael Schulze, Marcus Piossek und Adam Straith Neuzugänge am Start. Die Spieler wurden in der Ligapause verpflichtet, und mit ihnen hat man bei den Sportfreunden offenbar ein gutes Händchen bewiesen. In jedem Falle schenkte Marc Fascher gleich allen drei Spielern das Vertrauen und ließ die Neuen in der Startelf beginnen – ein Vertrauen, das die Spieler auch zurückgeben sollten.

Dabei sah es gerade in der ersten halben Stunde so aus, dass es das zuvor erwartete, intensive Spiel auf Augenhöhe werden würde. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend, wobei die Sportfreunde das Quentchen mehr zug zum Tor entwickelten, ohne dabei klare Chancen herauszuspielen. Nach einer guten halben Stunde wurden die Weichen für den Verlauf des Spiels gestellt: In der Vorwärtsbewegung verlor der FCC den Ball, war hinten ungeordnet, so dass Florian Brügmann im eigenen Strafraum klären musste und dabei den Gegner zu Fall brachte. Den fälligen Strafrstoß verwandelte der bärenstarke André Dej eiskalt zum 1:0 für die Hausherren (32.). Nur 66 Sekunden später war es wieder Dej, der dieses Mal mit einer Hereingabe von links Hamadi Al Ghaddioui mustergültig bediente, der aus zehn Metern ohne Mühe zum 2:0 für Lotte verwandelte (34.). Danach hatte der FCC seine beste Phase und kam durch Dennis Slamar (Freistoß aus 17 Metern an die Querlatte) und Kapitän René Eckardt, der aus spitzem Winkel an Lotte-Keeper Benedikt Fernandez scheiterte (42.) zu teils sehr guten Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben. So ging es mit dem 0:2 Rückstand in die Halbzeitpause, in der FCC-Trainer Mark Zimmermann reagierte und Davud Tuma für Gullaume Cros brachte.

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Dass sich der FCC für die zweiten 45 Minuten viel vorgenommen hatte, war der Mannschaft anzumerken – das Tor indes machten die Hausherren. Mit der dritten Chance, bei der Jenas Hintermannschaft wiederholt nicht glücklich aussah, ging Lotte durch Paderborn-Neuzugang Piossek mit 3:0 in Führung (50.). Damit war der Mannschaft von den Kernbergen endgültig der Zahn gezogen. Zwar blieb der FCC optisch überlegen, aber er ging vorn zu nachlässig mit den eigenen Möglichkeiten um und blieb hinten zu anfällig. Es blieb das Gefühl, dass der FCC an diesem Sonntag wohl hätte ewig spielen können, ohne zum Torerfolg zu kommen. Konsequenterweise setzte dann auch Lotte den Schlusspunkt. Al Ghaddioui spazierte durch die Jenaer Abwehr und machte seinen zweiten Treffer des Tages, der gleichzeitig auch der Endstand war – 0:4 (74.).

Tore:

1:0 Dej (32./FE)
2:0 Al Ghaddioui (34.)
3:0 Piossek (50.)
4:0 Al Ghaddioui (74)

Zuschauer:

1.923 (darunter ca. 350 Zeiss-Fans)

Quelle.

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