Natürlich ist es das! In Jena spiegelt sich letztendlich auch nur die Bundespolitik wieder. Alles muss nur irgendwo so weitergehen, wie bisher. Das ist die große Botschaft! Und das nicht nur in Berlin so, sondern auch in Jena!

Die Politik hetzt ihren letzten verbliebenen Ideen hinterher, die schon lange keine Option mehr für die Zukunft beinhalten. Eine Studie jagt die nächste, aber bloß nicht mit dem Bürger darüber diskutieren, bloß nicht!

Der Jenaer Stadtrat bestätigt nur noch das, was die Eigenbetriebe, die Verwaltungsspitze oder das Rechtsamt für richtig und wichtig halten, oder wofür es gerade wieder Fördermittel gibt! Und es hat dabei immer nur ein Ziel. Weitermachen, denn wir sind toll, denn wir sind jetzt Lichtstadt und das ist in Europa einmalig, wie es Oberbürgermeister Schröter zu jeden Gelegenheit gebetsmühlenartig anbringt!

Realität? Egal, die interssiert nicht. Hier geht es um eine Vision, na gut eigentlich geht es nur um Marketing. Und es geht darum eine Stadt nach außen, in der großen weiten Welt zu verkaufen. Mit Gemeinwesenarbeit hat dies alles nichts mehr zu tun. Eine ganze Stadt ist nur noch zum Geschäftsmodell verkommen.

Ob da die Menschen mitmachen? Natürlich! Zuerst geht es immer auch um die eigene Arbeit, das eigene Wohlbefinden. Das ist sich doch jeder selbst am nächsten. Jena hat die höchste Akademikerdichte in Deutschland, glaubt man den Studien. Bedeutet das besonders kluge Menschen? Wenn dies so wäre, frage ich mich, weshalb Jena sich immer stärker zwischen reich und arm aufteilt. Sind letztendlich kluge Menschen noch egoistischer als die einfachen Menschen? Wenn das Verhältnis von Arbeit zu Brot und Spielen stimmt, geht alles! Irgendwie kommt mir das Konzept bekannt vor!

Sollte man überhaupt darüber nachdenken oder sind solche Überlegungen dumm? Dabei geht der Austausch der Bevölkerung in Jena munter weiter. Leider sieht sich Jena noch immer nicht als Schwarmstedt, sondern nur als Durchlauferhitzer für den Rest der Welt! Eine traurige Entwicklung aber auch wieder nur ein Sinnbild für die den Rest Deutschlands?

Wahlkampf in Deutschland ist langweilig geworden, weil es dort gar nicht mehr die Themen geht, die die Menschen wirklich interessieren und bewegen würden. Mit der Jenaer Politik ist es genau. Es geht nicht um die spannenden Fragen, wie ich eine bezahlbare Stadt erhalten werden kann, sondern alleine um die Frage, wie und womit kann ich in der Welt glänzen, damit viele über mich reden! Persönliche Interessen stehen schon lange im Vordergrund des eigenen Engagements.

Dabei hat Jena nicht aus seiner Geschichte gelernt. Es waren nie die Uni oder die vielen Institute , sondern immer das, was direkt aus Jena kam. Etwas, daß man anfassen konnte wie ein Mikroskop oder eine Brille. Noch heute steht dort Jena drauf, auch wenn die Sachen zum Teil gar nicht mehr aus Jena kommen. Und später war es der Fußball, was auch schon wieder Lichtjahre hinter uns liegt.

Eine wirklich neue Idee für die Stadt? Lichtstadt? Neeeeee, danke! Das ist nicht Jena, wie auch die Umfragen unter Bürgern immer wieder gezeigt haben. Trotzdem wird der Begriff Lichtstadt mit Brachialgewalt in die Öffentlichkeit gepresst. Das erinnert doch sehr stark an alte DDR Propaganda Methoden.

Wäre nicht ein anderes Jena denkbar? Ein Jena von unten, von den Bürgern her gedacht. Sprich also auch den Interessen der Bürger folgend? Und natürlich geht es dabei um Demokratie, es geht um das Zusammenleben aller in einer Gemeinde.

Euer Arroganz, König Albrecht, hat sich schon lange zum Gott erklärt. Wer ihm beim Regieren stört, wird ignoriert oder einfach weggebissen. Beispiele gibt es zur Genüge, wenn man sich, falls das noch Menschen tun, den Stadtrat anschaut. Übrigens sind das unsere alten ´89iger. Viel ist nicht davon geblieben!

Willkommen in Jena, der Stadt des betreuten Lebens. Planwirtschaft hat schon immer zu Mangelwirtschaft geführt. Gerade aktuell zu sehen in Jena an ganz vielen Stellen, aber vor allem beim Wohnen. Wie wir aus dieser Nummer wieder rauskommen, ist bestimmt nicht überall in Facebook seine Spuren zu hinterlassen oder im Hirsch am Stammtisch. Die Methoden sind wie früher die Selben geblieben. Nur die technische Verbreitung hat sich geändert.

Aber eines geht noch immer, eine Meinung haben! Das hier war gerade meine Meinung. Der muß man nicht zustimmen, aber man muß sie akzeptieren und wir können gerne darüber streiten.

Redet darüber, überall in Jena, damit wir, wenn dann nächsten Jahre Oberbürgermeisterwahlen in Jena sind und das Jahr darauf der Stadtrat gewählt wird, nicht auch in diesem Ohnmachtsloch versinken, wie es gerade zur Bundestagswahl passiert.

Nichts ist schlimmer, als wenn Menschen keine Lust mehr haben, ihre Meinung zu sagen. Demokratie ist nicht einfach da. Sie muß ständig neu erkämpft werden. Das mit der DDR hatten wir schonmal. Das brauche ich definitiv nicht wieder! Selbst wenn wir durch die Politik nichts mehr erwarten können, sind es trotzdem wir Menschen, die unser Leben selber verändern und beeinflussen können.

Guckt nicht mehr so viel nach oben, nehmt lieber eure die Kraft zusammen und verändere dein Leben von unten. Hört endlich auf Euch verwalten zu lassen!

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