Jena. Die Parkgebühren können in Jena bald per Handy bezahlt werden. Der Kommunalservice Jena (KSJ) will das App-Bezahlsystem noch in diesem Jahr einführen. Wenn alles nach Plan läuft, ist es bereits am 1. November 2017 soweit.

Die Suche nach einem geeigneten Anbieter für das Handyparken war nicht ganz einfach, denn alle namhaften Hersteller beziehungsweise Anbieter verlangen einen Eigenanteil von den Kommunen. “Das wäre ein sechsstelliger Betrag im Jahr gewesen”, sagt KSJ-Werkleiter Uwe Feige. Die Parkgebühren sind aber für die Sanierung der Straßen vorgesehen. Deshalb hat sich die Stadt Jena für die “smartparking Initiative” entschieden. Die Initiative ist ein Zusammenschluss von mehreren Anbietern elektronischer Zahlungssysteme für bargeldloses Parken, die die Kommunen nichts kosten wird. Zu ihnen gehören zertifizierte Unternehmen wie EasyPark, Parkmobile, ParkNow und Mobile City.

Nutzer kann sich zwischen verschiedenen Apps entscheiden

Das Innovative an der Plattform ist, dass es nicht nur eine App sondern mehrere gibt, die zum Bezahlen verwendet werden können. Der Kunde kann sich so zwischen verschiedenen Angeboten entscheiden. Der Vergleich lohnt sich. Je nach gewählter App fallen unterschiedliche Gebühren für die Benutzung an.

Wer sich dafür entscheidet, die Parkgebühren mit einer App zu bezahlen, muss aber nicht sein Handy statt dem Parkschein in die Windschutzscheibe legen. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes überprüfen das Kennzeichen über eine mobile Anwendung und können so sofort feststellen, ob ein Parkschein gelöst wurde oder nicht.

Apps auch in anderen Städten einsetzbar

Um das Handyparken schnell zu etablieren, bietet die “smartparking Initiative” praxisbewährte und rechtlich geprüfte Rahmenverträge, digitale Schnittstellen und unkomplizierte Abrechnungssysteme – zum Beispiel zwischen privaten und geschäftlichen Ausgaben – an. Außerdem erlaubt das Modell, temporäre Parkerlaubnisse und Anwohnerausweise schnell und unkompliziert zu managen.

Sobald das Handyparken in Jena möglich ist, wird es einen Hinweis an den Parkautomaten geben, der auch eine Liste von Apps nennt, die zum Bezahlen genutzt werden können. Viele von ihnen können auch in anderen Städten eingesetzt werden.

Parkticket auch weiterhin mit Münzen zahlbar

Wer sein Smartphone lieber nicht zum Bezahlen nutzen möchte, kann sich natürlich auch weiterhin am klassischen Automaten einen Parkschein kaufen. Das geht an allen Standorten mit Münzen. Am Eichplatz und Seidelparkplatz kann alternativ auch mit EC-Karte bezahlt werden. Nach und nach soll das an allen 33 Parkplätzen, die der KSJ bewirtschaft, möglich sein.

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