„Jugenderinnerungen eines alten Mannes“
Zum 150. Todestag von Wilhelm von Kügelgen liest Martin Stiebert aus den Memoiren des Künstlers.

Jena. Wilhelm von Kügelgen (1802 – 1867) ist im Gegensatz zu seinem Vater Gerhard von Kügelgen (1772 – 1820) weniger als Maler, sondern vor allem als historischer Schriftsteller bekannt geworden.

Die „Jugenderinnerungen“ waren seit ihrem Erscheinen 1870 bis weit ins zwanzigste Jahrhundert eine der beliebtesten deutschen Autobiographien. Sie erzählen von Dresden der späten Goethezeit, sie enthalten aber auch Passagen, die für den Thüringer Leser besonders interessant sind: Jena, Drackendorf und Hummelshain sind einschlägige Abschnitte gewidmet. Martin Stiebert macht durch seine Lesung diese interessante historische Prosa lebendig und stellt Begegnungen mit Goethe, Caspar David Friedrich, Georg Friedrich Kersting und Theodor Körner vor. In Kügelgens Jugenderinnerungen gibt es darüber hinaus wichtige Hinweise und Schilderungen zum umfangreichen Freundeskreis der Familie, der im Zentrum der Frühromantik stand. Mit Anschaulichkeit und Humor entwickelt sich dem Zuhörer ein lebendiges Porträt der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Veranstaltung beginnt im Romantikerhaus am Samstag um 15 Uhr.