Die Fahne hoch! Die Reihen fest geschlossen!
ANTIFA marschiert mit mutig festem Schritt
Kam’raden, die von AfD und NPD beschossen,
Marschier’n im Geist – In unser’n Reihen mit!

Die Johannis- Straße frei, den linken Bataillonen
Die Straße frei – Dem ANTIFANTENmann! …

Unter den Bürgern Jenas, die den Segen der sehr frühen Geburt genießen durften, wird aus dem Liedtext so manche Erinnerung entstehen. Mit einer kämpferisch, fast martialisch anmutenden Marschmusik unterlegt begleitete dieses Lied einstmals so manche politisch- tätliche Auseinandersetzung auf deutschen Straßen.

Einst war das „Horst Wessel- Lied“ der Kampfgesang der SA, der Sturmabteilung in der Epoche, die heute alle Welt als „Nazi- Zeit“ bezeichnet. Wir glaubten, nach 40 Jahren DDR und der dazugehörigen Erziehung zu solidarisch- humanistischen Menschen, nach vierzig Jahren Aufklärung über Totalitarismus und Unterdrückung, daß ein jeder Gedanke an Willkür, Herrschsucht und Meinungsdiktatur endgültig der Vergangenheit angehört. Ja, wir glaubten!

Doch dieser Glaube, dieses fast religiös anmutende Akzeptieren der scheinbaren pädagogischen Erfolge, zerbröckelt heftig an der Realität. Denn sie sind wieder Unterwegs, die randalierenden, prügelnden, hetzenden Horden in ihren martialisch anmutenden Uniformen, mit einem charakteristischen Haarschnitt, mit Kampfgeschrei und blinder Wut auf Andersdenkende.

Doch die Uniformen sind nicht braun. Man hat die Farbe der Seele gewählt, die in diesen Monturen steckt. Rabenschwarz vom Scheitel bis zur Sohle, vermummt bis zur Unkenntlichkeit, geifernd und Galle kotzend glaubt eine völlig verwahrloste, pädagogisch vernachlässigte und verblendete Generation, eine politische und gesellschaftliche Utopie Vertreten und Verteidigen zu müssen. Aber WAS Vertreten und Verteidigen diese Möchtegern- Wächter?
Eine Utopie, die von ihren Erfindern als global- gesellschaftliches Experiment erdacht und als in drei Wirkungsbereiche eingeteiltes Gedankengift unter die Menschen gebracht wurde.

Ja, es sind keine „gewachsenen Gesellschaftsordnungen“, die nach Vorstellung ihrer Verkünder einer damals existierenden Ideologie zwangsläufig folgen müssen.

Der Kapitalismus ist eine Wirtschaftsstruktur, die auf der Ausbeutung Vieler durch Wenige basiert. Er sollte nach den Vorstellungen einiger Privilegierter durch eine alle Menschen gleichmachende, aber nur scheinbar gerechte Ideologie ersetzt werden.

Diese Idee nannte man „Kommunismus“ – einfach übersetzt als Gemeinsamerei. Der kleine Makel, der dieser Idee anhaftete, war der Umstand, daß zwar eine große Zahl der künftigen Menschen in ihrem Ansehen und ihrer Leistung gleichgestellt werden würden, daß es aber eine kleine Elite von Lenkenden und Denkenden geben würde, die dem arbeitenden und schöpferischen Volk die Marschrichtung vorzugeben hat. Diese Elite sollte, weil man schließlich für die Brillanz der globalen Idee eine entsprechende Vergütung erwarten sollte, auch aus den Reihen der Erfinder rekrutiert werden. Doch innerhalb von nur einer Generation die vom offenbar als „Nachteilig“ eingestuften Eigenbewußtsein „geplagten“ Menschen zu gehorsamen und freiwillig sich in fortwährender Leistung verausgabenden Völkerscharen umzuerziehen, erschien der damaligen Vordenker- Elite bereits unmöglich. So ein Wandel soll Schritt für Schritt, Stufe um Stufe erfolgen. Also ersann man eine Vorstufe zum Kommunismus, der eine Sozialisation, eine Vergesellschaftung des Denkens und Handelns einleiten und so den Weg zum Kommunismus ebnen sollte.

Im Zuge der Ausarbeitung dieser Idee entschied man sich, drei verschiedene Formen des Sozialismus zu entwerfen, um die tragfähigste Variante als Experiment am lebenden Menschen sich herausbilden zu lassen. Welche Form den Ideen und Vorstellungen der Erfinder am Zuträglichsten erschien, sollte dann, bestenfalls mit Gewalt, den weniger tragfähigen Variationen übergestülpt werden. So erfand man den Räte- Sozialismus (heute als Bolschewismus bekannt), den Faulenzer- Sozialismus (der in den USA bis etwa 1940 praktiziert wurde) und den auf patriotischer Einsatzbereitschft basierenden nationalen Sozialismus.
Während der Bolschewismus der leninschen Prägung durch seine hemmungslos ausgelebte Brutalität im ehemaligen Zarenreich Fuß fassen konnte, scheiterte derselbe Bolschewismus an der sogenannten „Weimarer Republik“ und der verbreiteten Ablehnung gegenüber dieser zweifelhaften Gesellschaftsvariante unter den Deutschen. Hier herrschte für die Politik- Kreativen zuviel, ein fast genetischer Nationalismus. Dieser war jedoch der ideale Nährboden für die Variante „Nationalsozialismus“, für den es bereits seit etwa 1880 recht detaillierte Vorstellungen gab.

Der „Rechenfehler“ in der utopischen Kalkulation war jedoch, daß schon in seiner Entstehung ausgerechnet der nationale Sozialismus unmittelbar positive Auswirkungen auf die deutschen „Versuchskaninchen“ zeigte. Daß wie nebenbei entstandene neue Selbstbewußtsein unter den Deutschen war nicht Bestandteil der Vorausschau. Das diese Deutschen die Gewinne aus dem rasanten wirtschaftlichen Aufschwung ausgerechnet den Erfindern der Ideologie vorenthalten wollten, machte die eigentlichen Väter des Gedankens unvorstellbar wütend.

Die Folgen dieser Wut erfuhren nicht nur die unter dem Nationalsozialismus lebenden Deutschen, sondern führten zuletzt dazu, daß diese Variation Ein für Allemal verboten wurde. Im Zuge der Vernichtung der nationalen Sozialismus- Idee konnte sich der rücksichtslose Räte- Sozialismus auf fast die Hälfte Europas ausbreiten und diesen Erdteil fast vierzig Jahre dominieren.

Wenn auch dieses Mal ohne Krieg, endete dieses Experiment aber ebenfalls in einem Desaster. Die Zentralverwaltung der osteuropäischen, bolschewistischen Räterepublik, der „Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe“ (RGW) zerbrach wirtschaftlich an einer illusorischen Planwirtschaft und der absoluten Herrschsucht seiner Repräsentanten. Das erboste Volk stellte sich gegen seine Herrscher.

Seit dieser Zeit breitet sich die Variante des Faulenzer- Sozialismus, in den USA seit 1940 zu den Akten gelegt, schleichend über sowohl den kapitalregierten wie den einst sozialistischen Teil Europas aus. Jedoch mit einer etwas veränderten Denkschablone: Die Ablehnung eines großen Teiles der Europäer gegenüber jeglicher Art des Sozialismus machte eine Maskierung der wirklichen Absichten nötig. So wird der Anschein des Kapitalismus aufrechterhalten, mit dem sich ein Großteil der Bevölkerung abgefunden zu haben scheint. Wie nebenbei wird der Sowjet-Bolschewismus in kaum wahrnehmbaren Schritten re- installiert.

Unter dem Namen „Soziale Marktwirtschaft“ hat sich die europäische Gesellschaft scheinbar zwangsläufig zu einer Europäischen Gemeinschaft hin entwickelt. Zumindest ergibt sich dieser Zwang aus den fast eindringlich wirken-den Beteuerungen der Eliten bezüglich einer Vergesellschaftung aller europäischen Nationen hin zu einem neuen „Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe“. Dieser neue RGW nennt sich jetzt allerdings „EU“.

Aber es gibt, wieder einmal, in Europa einige Menschen mit einem feinen Gespür für aufkommend Unangenehmes.

Was jedoch zu Denken geben sollte, ist der Umstand, daß der mit dem Erkennen einhergehende Widerstand gegen diese Tendenz nicht mehr nur das Privileg der historisch Aufmüpfigen, der Deutschen ist. Viele andere, europäische Völker hören ebenso „die Nachtigall trapsen“, erkennen die bevorstehenden Ereignisse. Nationalistische Bewegungen schossen in den letzten drei Jahren schier wie Pilze aus dem Boden Europas. Das ist den Denkern und Lenkern der Entwicklung auch keinesfalls Verborgen geblieben. Diese Klientel ist äußerst sensibel geworden, wenn sich erste Anzeichen von Widerstand unter den künftigen Untergebenen zeigen.

Selbst aktiv zu werden, als züchtigendes Element aufzutreten, um dem rekultivierten Nationalismus zurückzudrängen, birgt aber die Gefahr der Entdeckung und Entlarvung der Absichten in sich. Hierfür gilt es nur, entsprechend aggressives „Handwerkszeug“, also hochmotivierte Büttel aufzustellen, die in den jeweiligen Ländern stellvertretend gegen den ungeliebten und unerwünschten Nationalismus angehen.

Und an dieser Stelle kehren wir zurück zum Thema „Schwarzvermummte“. Denn es ist genau diese Gruppe, die sich von den selbsternannten Weltvorherrschern mißbraucht wird, um einem weiteren Erstarken der durchaus verständlichen, aus historisch gewachsenem Selbsterhaltungs- Trieb entstandenen nationalen Idee entgegenzuwirken.

Auch wenn ihr „Treiben“, all die Gewaltausbrüche, der enthemmte Haß, die eifernde Respektlosigkeit scheinbar aus humanitären oder vielleicht vergangenheitsbewältigenden Gründen entstanden ist, so entlarven sich diese, deutlich von eigenen Überlegungen entblößten, Schlägertruppen mit jeder ihrer „Aktionen gegen Rechts“ bloß selbst ihrer Lügen.

Wer propagiert, für Meinungsfreiheit einzustehen, aber gleichzeitig Anderen das Vertreten der eigenen Meinung verbieten will, wer für Menschlichkeit „auf die Barrikaden geht“, aber anderen Menschen das Existenzrecht aberkennen will, der ist theoretisch ob seiner himmelschreienden Dummheit nicht Einmal einer Erwähnung wert.

Doch es ist die Masse, die durch ihre kollektive Verblendung permanent auf sich Aufmerksam machen MUSS, um trotz fehlendem gesellschaftlichen oder sozialem Wert immer wieder eine Bühne zur Selbstdarstellung zu finden.

Ist es das in den letzten Jahren grassierende Randgruppen- Bestreben, beständig sein Existenzrecht postulieren, beständig das „Normale im Unnormalen“ herausschreien zu müssen?

Der Bürger, der zu jeder sich bietenden Gelegenheit den oft unbegründeten Belästigungen durch diese Krawallbrüder ausgesetzt ist, kann darauf wahrscheinlich keine schlüssige Antwort geben. Auch wenn man versucht, anhand laienhafter „Psycho- Analysen“ hinter das Geheimnis „ANTIFA“ zu kommen, findet man unter den oft tausend Schreihälsen kaum mehr als Zehn, auf die solche Auswertungen zutreffen könnten.

Es werden sich nur Gemeinsamkeiten entdecken lassen, die mit den Begriffen:

– Un- Erzogenheit
– Bildungsdysformiertheit
– Gruppendynamik

zusammenzufassen wären.

Denn an Intelligenz oder einem erkennbaren Mangel sollte es eigentlich nicht liegen, sind doch bezeichnenderweise ziemlich viele dieser Radaubrüder unter den Immatrikulierten (um die Diskussion um Studenten oder Studierende nicht weiter zu Befeuern) an diversen Universitäten oder Fachhochschulen vertreten. Bloße Dummheit – eher unwahrscheinlich.
Frust, Langeweile, vielleicht dauerhafte sexuelle Unterversorgung oder die berühmte „schwierige Kindheit“ im Kreise einer erziehungs- und unbefähigten Elterngemeinschaft könnte man sicher der Mehrheit der Krakeeler unterstellen. Weil Habitus, Gebaren und Umgang mit Gleich- Benachteiligten kaum andere Schlüsse zulassen.

Gleich und Gleich gesellt sich nun einmal gern…

Autor: Simplicius Jenensis