Tiefensee: Schließung des Coca-Cola-Standorts ist herber Schlag für Weimar und Thüringen
Minister Tiefensee bricht Japan-Reise ab

Erfurt. Zur Ankündigung der Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH, den Standort Weimar zu schließen, erklärt Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee:

„Von der Entscheidung, den Coca-Cola-Produktionsstandort in Weimar zu schließen, bin ich heute zwei Stunden vor der Veröffentlichung der Pressemitteilung überrascht worden. Noch bei meinem letzten Betriebsbesuch im Dezember 2016 war mir gegenüber noch von einer ‚sicheren Perspektive‘ gesprochen worden. Diese Entscheidung, die im stillen Kämmerlein hinter dem Rücken der Beschäftigten und ohne Konsultation der Landesregierung getroffen wurde, ist ein herber Schlag für die rund 180 Beschäftigten und ihre Familien, für Weimar und Thüringen. Ich stehe an der Seite der Belegschaft.

In jedem Fall hätte ich erwartet, dass die Beschäftigten und auch mein Haus früher in die Entscheidungsfindung einbezogen worden wären. Nun werde ich darauf dringen, dass das Unternehmen alles tut, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden und gleichzeitig den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unverzüglich eine Perspektive eröffnet. Das Land steht bereit, um diesen Prozess intensiv zu begleiten und die Suche nach einer Lösung im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unterstützen.“

Minister Tiefensee wird seinen Aufenthalt in Japan, wo er sich derzeit mit einer Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation aufhält, sofort abbrechen, um kurzfristig Gespräche mit der Betriebleitung und den Beschäftigten von Coca Cola Weimar aufzunehmen. Die verbleibenden Tage wird der Geschäftsführer der LEG Thüringen, Andreas Krey, die Leitung der Delegation übernehmen.