Prof. Marie von Lilienfeld-Toal, Oberärztin von der Klinik für Innere Medizin II, Abteilung Hämatologie und internistische Onkologie, am UKJ: Foto: UKJ
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Wie man die Fülle an Informationen filtern kann.

Jena. Das Multiple Myelom ist ein äußerst komplexes Krankheitsbild. „Krankheit und Behandlung verlaufen sehr individuell“, sagt Prof. Marie von Lilienfeld-Toal von der Klinik für Innere Medizin II, Abteilung Hämatologie und internistische Onkologie, am Universitätsklinikum Jena (UKJ). Die bösartige Tumorerkrankung steht im Mittelpunkt des Myelomtags am 21. Oktober im historischen Hauptgebäude der Friedrich-Schiller-Universität am Fürstengraben in Jena, zu dem Prof. von Lilienfeld-Toal und Klinikdirektor Prof. Andreas Hochhaus Experten, Patienten und Angehörige einladen.

Das Multiple Myelom entsteht durch die Entartung einer einzigen Plasmazelle, deren Klone sich im Knochenmark ausbreiten. Die Erkrankung ist selten, gehört aber zu den häufigsten Tumoren von Knochen und Knochenmark. Bei der am Vormittag beginnenden Fachtagung tauschen sich Experten aus vier Bundesländern über neueste Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Biologie, Diagnose und Therapie aus. Im Fokus steht die Frage, wie die Therapien weiter optimiert werden können, um den Patienten eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen.

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Im Anschluss an die Fachveranstaltung sind von 15.30 bis 19 Uhr Betroffene, Angehörige und Interessierte zum Patientenforum eingeladen. „Unsere Patienten haben so die Möglichkeit, sich direkt mit den Experten auf diesem Gebiet auszutauschen“, so Prof. Lilienfeld-Toal. Viele hätten sehr konkrete Fragen, jedoch sehr unterschiedliche – abhängig von ihrem Alter und davon, ob die Krankheit neu diagnostiziert wurde oder bereits seit Jahren besteht. Nach verschiedenen Vorträgen werden daher parallel Gespräche in kleinen Gruppen angeboten zu den Fragen: Stammzelltransplantation – wie geht das konkret? Es gibt so viele neue Medikamente – welche Reihenfolge ist sinnvoll? Welche Therapiemöglichkeiten gibt es für gebrechliche Patienten? Was geht alles in der Praxis und wann muss ich ins Krankenhaus? Prof. Lilienfeld-Toal: „Bei der Fülle der heute verfügbaren Informationen ist es wichtig, dass Experten diese für unsere Patienten filtern.“

Myelomtag

Patientenforum für Betroffene, Angehörige und Interessierte
21. Oktober 2017
15:30 bis 19:00 Uhr
Friedrich-Schiller-Universität | Universitätshauptgebäude | Fürstengraben 1 | 07737 Jena

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.kim2.uniklinikum-jena.de/Myelomtag2017-Patientenforum.html

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