V.l.n.r.: Nancy Fischer-Kroll (Stadtwerke), Wolfgang Volkmer, Frauke Peisker (Kindersprachbrücke), Jannik Gellner, Martin Götze, Franziska Hennig, Carolin Kirchner (Ernst-Abbe-Hochschule)

Jena. Die Stadtwerke Jena-Gruppe war im Oktober 2016 Auftraggeber eines Projektes für elf Betriebswirtschaftsstudenten der Ernst-Abbe-Hochschule Jena mit dem Schwerpunkt Personalwirtschaft. Im Mittelpunkt des Projektes stand eine Analyse mit der etwas kryptischen Bezeichnung „Candidate Experience“.

Gemeint sind damit die Erfahrungen, die Bewerber bei der Bewerbung in einem Unternehmen machen. In Zeiten des Fachkräftemangels achten professionelle Personalabteilungen genau darauf, in den Augen der Stellenbewerber einen positiven Eindruck als Arbeitgeber zu hinterlassen. Anhand von Online-Befragungen analysierten die Studierenden die Erfahrungen, Erlebnisse und subjektiven Eindrücke der Bewerber im gesamten Personalbeschaffungs- und -auswahlprozess der Stadtwerke Jena-Gruppe.

Ziel war eine kritische Bestandsaufnahme zur Außenwirkung des derzeitigen Bewerbungsverfahrens und die Erarbeitung von Vorschlägen zur weiteren Optimierung der Prozessabläufe.

Betreut wurde das Projekt seitens der Stadtwerke Jena Gruppe von Nancy Fischer-Kroll und Aniane Oelsner, beide Mitarbeiterinnen im Personalbereich. Für die Ernst-Abbe-Hochschule fungierte Klaus Watzka, Professor für Personalwirtschaft, als Betreuer. Mittlerweile haben die Studierenden das Projekt erfolgreich mit einer Abschlusspräsentation und der Übergabe des Projektberichts abgeschlossen. Neben allen fachlichen Aspekten zum Bewerbermanagement hatten die Studierenden die Möglichkeit, konkrete, praktische Erfahrungen in der Projektarbeit zu sammeln. Im Ergebnis zeigte sich, dass die Stadtwerke Jena Gruppe über einen sehr gut strukturierten Bewerbungsprozess verfügt. Sowohl angenommene als auch abgelehnte Bewerber äußersten sich ganz überwiegend sehr positiv im Hinblick auf Schnelligkeit, Freundlichkeit, Informationsniveau und Nutzerfreundlichkeit der Bewerbungsabläufe. Vereinzelte kritische Anmerkungen der Befragten nutzten die Studierenden im Verbund mit Literaturrecherchen und Analysen bei anderen Unternehmen zur Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen.

Als Dank für die geleistete Arbeit überreichte die Stadtwerke Jena Gruppe dem Projektteam einen Scheck im Wert von 500 Euro. Einer langen Tradition der Personalwirtschaftsstudenten folgend, konnte die Gruppe den Betrag einer frei gewählten sozialen Organisation als Spende zur Verfügung stellen. Den elf Studierenden war es sehr wichtig, an einen regionalen Verein zu spenden. Schnell fiel daher die Wahl auf den Verein „Kindersprachbrücke e.V.“ in Jena. Die Projektgruppe war beeindruckt von der Arbeit der Kindersprachbrücke, die einen wichtigen Beitrag dazu leistet, dass die Sprachbarrieren von Kindern mit Migrationshintergrund mithilfe von Trainings abgebaut werden.

Bei der feierlichen Übergabe der Spende durch die Studierenden und die Stadtwerke Jena Gruppe stellten die Vertreter des Vereins, Frauke Peisker und Wolfgang Volkmer, verschiedene Projekte sowie den geplanten Verwendungszweck der Spende vor. Aus einem studentischen Lernprojekt zum Nutzen eines Unternehmens wurde so ein Ereignis mit drei Parteien als Gewinner.

Autoren: Sarah Gronbach, Martin Götze, Prof. Dr. Klaus Watzka.