Jena. Der Thüringen-Monitor 2017 schreibt die Dauerbeobachtung der politischen Kultur im Freistaat Thüringen fort, die im Jahre 2000 begonnen wurde und seither jährlich empirische Befunde zur Entwicklung der Demokratiezufriedenheit, der Demokratieunterstützung und den politischen Einstellungen der Thüringer Bevölkerung generiert. Der von der Thüringer Staatskanzlei in Auftrag gegebenen Untersuchung liegt eine repräsentative telefonische Befragung von 1.032 wahlberechtigten Thüringer_innen zugrunde, die zwischen dem 9. Mai und dem 26. Juni 2017 durchgeführt wurde.

Das Schwerpunktthema des diesjährigen Thüringen-Monitors ist die Vermessung der sozialen und politischen „Mitte“. Die „Mitte“ gilt einerseits seit langem als eine Klammer, die plurale Gesellschaften und demokratische Verfassungsstaaten zusammenhält. Andererseits gilt sie aber auch (und dies bereits mit Blick auf die 1930er-Jahre) als eine Brutstätte des Rechtsextremismus und menschenfeindlicher Ressentiments. Wie sich „die Mitte“ tatsächlich konstituiert, wie sie auf politischen und sozialen Wandel reagiert, sind Grundfragen des gesellschaftspolitischen Diskurses, die auch tagesaktuell eine hohe Bedeutung haben.

Thüringen-Monitor 2017 Zusammenfassung