Das Bild ist von einer NABU-Kamerafalle aufgenommen worden. Das Datum ist auf dem Bild zu sehen. Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter der Landesarbeitsgruppe Wolf des NABU Thüringen hatte sofort nach den Übergriffen eine Kamerafalle in der Nähe des Übergriffs vom 10. und 11.08.2017 bei Wölfis installiert. Der Wolf ist bereits als C1 durch das DBBW bestätigt worden. Foto: NABU Thüringen

In letzter Vergangenheit wurden einige Angriffe auf Schafe im Gebiet um Ohrdruf verzeichnet. Seit Mai 2016 ist die “Wölfin von Ohrdruf” in dem Gebiet zu verzeichnen. Und das mit Folgen: Offensichtlich haben sich die Wölfin und ein streunender Haushund gepaart. Mittlerweile sind die sechs sogenannten Wolfshybride (4 weiblich, 2 männlich) gut fünf Monate alt. Weil sich die Angriffe aufs Schafsherden mehren und nach Gentests auf die Wölfin beziehungsweise das Rudel beschränkt sind, gibt es seitens des Thüringer Umweltministeriums Überlegungen, die Jungtiere “zu entnehmen”, das heißt, sie zu töten. Eine entsprechende Mitteilung wurde am 12. Oktober veröffentlicht. Einen Tag später wurde von Frank Hoffmann eine Online-Petition gestartet, die diesen Abschuss der Jungtiere verhindern soll.

Lesen Sie hier den Text der Petition:

Kein Abschuss der Ohrdrufer Wolfshybriden

Nach der aktuellen Sichtung von 6 Wolfshybriden im Bereich des Ohrdrufer Truppenübungsplatzes sollen diese ca. 5 Monate alten Welpen zur Tötung freigegeben werden, um, so die Aussage, den Fortbestand der Wolfspopulation zu sichern und eine Mischung der Gene zu verhindern.

Eine derartige Population besteht im genannten Gebiet überhaupt nicht, da nach aktueller Lage nur eine Wölfin vor Ort lebt. Ein Einfangen der Tiere, um diese bspw. in einem großzügigem Freigehege unterzubringen, wurde ausgeschlossen. Der vermeintliche Hintergrund einer somit nicht artgerechten Haltung ist schwer nachvollziehbar, denn mit Wolfsrudeln wird dies in entsprechenden Wildparks praktisch auch vollzogen. Warum sollten also Hybride damit schlechter umgehen können, als reinrassige Wölfe?

Die typisch menschliche Denke, alles zu beseitigen, was nach dem eigenen Gusto nicht passt, gilt es hierbei zu überwinden. Es spräche bspw. nichts dagegen, die Jungtiere im geeigneten Alter der Geschlechtsreife zu kastrieren bzw. sterilisieren. Die Tiere können im angestammten Raum unter Beobachtung weiterleben, einen weitere Vermischung der Gene kann nicht stattfinden. Auch gibt es sicher Experten für diese “Spezies” mit genügend weitläufigem, eingezäunten Terrain (Wolfparks bspw.), wo die Tiere vglw. vernünftig beherbergt werden könnten, ohne in einer typischen Gefangenschaft ihr Leben fristen zu müssen.

Begründung:
Unterzeichnen Sie bitte, wenn auch Sie nicht der Meinung sind, daß, wie immer üblich, menschliche Belange über dem Tierwohl stehen. Nicht, daß es nicht genügend andere Missstände zu überwinden gilt, aber auch in diesem Falle zeigt sich wieder einmal, daß eine Ausrichtung nur aus Eigennutz besteht, vermutlich zusätzlich von einer Jäger-und Schafzüchterlobby forciert. Über Alternativen zu einer sinnfreien Entscheidung wird nicht einmal im Ansatz nachgedacht. Der schnelle Schuß ist für solche Entscheidungsträger eben der weniger umständliche, einfachere und kürzere Weg, welchen ich durch auch meine Steuergelder nicht finanziert sehen möchte.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Zella-Mehlis, 13.10.2017 (aktiv bis zum 12.01.2018)


Externer Link:
Die Petition können Sie hier zeichnen.

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