Heute um 9:45 Uhr gab es einen Anruf im Universitätsklinikum (UKJ). Ein anonymer Anrufer sprach eine Bombendrohung aus. Ob der Mann, der mit “einheimischen Dialekt” sprach, tatsächlich eine Bombe auf dem Gelände versteckt hat – und diese auch zünden will – weiß man nicht. Die Polizei jedoch findet das nicht amüsant und hat das Gelände unterhalb der Lobdeburg komplett abgeriegelt. Thüringens größtes Klinikum ähnelt einer Festung.

Die Erlanger Alle in Lobeda-Ost und weitere Straßen sind seit 10:30 Uhr gesperrt, die Straßenbahnen der Linie 5 fahren nicht mehr zum Klinikum. Personen, die ins Klinikum wollen, werden abgewiesen. Der Semesterstart tut ein Übriges: Es herrscht Chaos in der Stadt. In den Telefonzentralen von Feuerwehr und Polizei laufen die Telefone heiß: Was tun, wenn Opa einen Herzinfarkt hat – muss er nach Weimar? Diese und ähnliche Fragen bewegen die Menschen in der Stadt.

Unabhängige Informationen will die Stadt auf ihrem extra für Notfälle eingerichteten Blog zur Verfügung stellen. Denn, bekanntlich gibt es in den sozialen Netzwerken auch böse Zeitgenossen, die falsche Informationen verbreiten – und sich über das Chaos freuen, das sie anrichten.

Auf dem Notfallblog der Stadt herrscht gähnende Leere: So eine Bombendrohung ist doch kein Notfall! Soll die Polizei doch twittern.

Autor: Klaus Zumhofe, Jena.

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