Collage verwendet Material mit der Lizenz: CC0 Creative Commons
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Es türmen sich die Berichte über verletzte Damen, die auf Stöckelschuhen zwischen Volkshaus und dem Eichplatz unterwegs waren und über den Ernst Abbe-Platz (Uni-Campus) gingen. Einige Knöchel wurden verstaucht, einige Knochenbrüche verzeichnet und etliche Absätze gingen kaputt. Der einstmals stolze Platz im Zentrum vor dem Hörsaalgebäude der Universität, der Mensa und dem Eingang zu einer innerstädtischen Einkaufsmeile hat sich zu einem trostlosen Ort entwickelt. So verstört es viele auch nicht mehr, die Schrottskulpturen dort anzutreffen. Diese werden ja liebevoller behandelt als das Pflaster.

Von Zeit zu Zeit werden einige „Wackelkandidaten“ ausgetauscht. Das helfe aber schon lange nicht mehr, so ein Sprecher der Verwaltung. Sauer sei man, weil schon seit 5 Jahren ein neuer Uni-Campus versprochen wurde. 85.100 Euro habe der Wettbewerb zur Neugestaltung gekostet. Das war aber vor den Ambitionen des Oberbürgermeisters gewesen, ein Super-Stadion im Ernst-Abbe-Sportfeld zu errichten, einen neuen Bürgerservice zu bauen oder neue Hotels. Schätzungen zeigen, dass mit den verausgabten 85.100 Euro die schadhaften Stellen über Jahre hätten ausgebessert werden können.

Nun zieht die Stadtverwaltung die Reißleine: Bevor die Vorlesungszeit beginnt, wird das Tragen von hochhackigen Schuhen verboten. „Diese Verfahrensweise hat sich schon im Volkspark Paradies bewährt. Seitdem der Kommunalservice dort Schilder mit Piktogrammen angebracht hat, sind die Straftaten wie Vandalismus, Wildpinkeln und Drogenkonsum stark zurückgegangen.“

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