Jena. Probeweise wurden am 12. Juli zwei neue Papierkörbe im Stadtzentrum aufgestellt. Einer an einem Schnellrestaurant am Leutragraben, einer einige Meter weiter am Johannisplatz, Ecke Krautgasse. Beide sind – laut einer Verwaltungsvorschrift namens „Formatio jenensis“ – nicht aufgelistet, also zumindest in einem selbstgemacht rechtlichen Graubereich, der vom Eigenbetrieb KSJ gedeckt ist. Der zweite Papierkorb kann zwar (noch) nicht blitzen, stand aber so unsicher, dass er nach einem Satire-Beitrag sicher gestellt werden musste.

Ja, wenn die Profis vom Kommunalservice auf einen Fehler hingewiesen werden, wird eine kleine Evaluierung vorgenommen. Mit Erfolg: Gullydeckel können mit einem Stadtwappen – und zwar nicht dem von Leipzig, wie in der Formatio jenensis mit einem Foto beschrieben – versehen werden.

Seit heute gibt es sie: Extra angefertigte Schachtdeckel-Verzierungen mit dem Wappen der Stadt Jena. Denn die Wasserversorgung ist eine Pflichtaufgabe der Stadt. Ob die alten Gullydeckel marode waren? In anderen Städten wie Pößneck gibt es noch alte, die im Kaiserreich hergestellt wurden. Zumindest wissen wir nun, wofür die Gebühren verwendet werden.

Bildzitat aus: Formatio jenensis, Stand 2013, S. 31

Autor: Klaus Zumhofe, Jena.

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