Initiative für Kinder- und Jugendparlament aus Zeulenroda-Triebes erhält ersten Preis – „Das Mitgestalten von Gesellschaft kann nicht früh genug anfangen“

Erfurt. Kinder und Jugendliche sollen in Zeulenroda-Triebes mehr als bisher bei kommunalen Entscheidungen mitsprechen können und ihre Ideen und Anregungen vor Ort einbringen können. Für diese Initiative zur Gründung eines Kinder- und Jugendparlaments wurde der Kinder- und Jugendverein „Römer“ aus der ostthüringischen Stadt heute mit dem Kinder- und Jugendpreis 2017 ausgezeichnet. Überreicht wurde der Preis von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, dem Schirmherrn der Aktion von Sparkassen Finanzgruppe Hessen-Thüringen und Paritätischer Buntstiftung. Das Preisgeld beträgt 5.000 Euro.

„Der erste Preis im Kinder- und Jugendpreis 2017 soll den Verein ermutigen und finanziell unterstützen bei einem Projekt, das für die Stadt und für die Region wichtig und beispielhaft ist“, so Ministerpräsident Bodo Ramelow in seiner Laudatio.

Vergeben wurden auch zwei zweite Preise, jeweils dotiert mit 3.000 Euro. Ausgezeichnet wurden der Verein „Art der Stadt Gotha“ für das Theaterstück

„Die Würde des Menschen ist unfassbar“ sowie der Landesverband Thüringen des Deutschen Kinderschutzbundes für das Projekt „Lebens(t)räume).
Fünf Sonderpreise gingen an folgende Projekte:
„Jugend lebt – Jugend bewegt“ – ein Projekt des Landkreises Sömmerda, vorgeschlagen vom ASB-Kreisverband Sömmerda
„Lebenswege“ – ein Projekt der „Initiative kinderfreundliche Stadt Jena e.V.“
„Demokratie aktiv erleben – ein Radioprojekt“ von „Mitmenschen e.V.), Radio F.R.E.I und der Walter Gropius-Schule Erfurt
„Kinder an die Macht“ – ein Projekt der Petrischule Mühlhausen
„Kommunikation und Medien als Teil der Demokratei“ – ein Projekt der Staatlichen Regelschule Gerhart Hauptmann Roßleben

Die Sonderpreise sind mit jeweils 400 Euro dotiert.

Vergeben wurde der Kinder- und Jugendpreis zum achten Mal. Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Motto „Es ist Deine Zukunft – Mitgestalten ist einfach“. Gesucht wurden Projekte zum Thema Wahlen und Demokratie und Vorhaben, mit denen Kindern und Jugendlichen Mitwirkung und Mitgestaltung ermöglicht wird.

„Wer das persönliche Umfeld schon früh mitgestalten kann, wer mitbestimmen kann, wie kindgerecht sein Orts- oder Stadtteil ist, wer spürt, dass seine Stimme zählt – bei dem sind die Grundlagen gelegt, sich auch später in die gesellschaftliche Entwicklung einzubringen. Nicht nur, aber auch bei Wahlen“, plädierte Ministerpräsident Bodo Ramelow für eine möglichst frühe Einbindung von Kindern und Jugendlichen in gesellschaftliche Entscheidungsprozesse. Alle nominierten Projekte atmeten diesen Spirit der Gemeinschaft. Junge Menschen würden durch die Mitarbeit fit gemacht, sich mit der Demokratie und dem politischen System auseinanderzusetzen und so schon früh zu Mitgestaltern der Gesellschaft.

Die Präsidentin der Paritätischen BuntStiftung, Evemarie Schnepel, nannte die Projekte „Vorbilder für das Engagement von Jugendlichen und Kindern für die Gemeinschaft.“ Und sie fügte hinzu: „Das Mitgestalten von Gesellschaft kann nicht früh genug anfangen.“

Der Geschäftsführer der Sparkassen Finanzgruppe Hessen-Thüringen, Thomas Wagner, ermunterte die jungen Menschen, bei ihrem Engagement durchaus auch unbequem zu sein und gesellschaftliche Zustände und Entwicklungen kritisch zu hinterfragen. „Das Mitgestalten von Gesellschaft kann nicht früh genug anfangen“.