Kirche St. Salvator in Gera

Gera. Eine weitere Reformationstour startet am Reformationstag, Dienstag, 31. Oktober, 14 Uhr, direkt an der Johanniskirche. Die Führung wird von einem zertifizierten Gästeführer begleitet.

Die Teilnehmer folgen den Spuren der spannenden Reformationsgeschichte quer durch die Innenstadt und teilweise entlang des Lutherweges. Der Rundgang führt auch auf den geschichtsträchtigen Johannisplatz, wo einst die alte Johanniskirche und das Denkmal von Heinrich Posthumus Reuß j.L. standen.

Die Tour endet an der Kirche St. Salvator (Foto), Geras besonderes Kleinod, welches im Innenraum prächtig im Jugendstil ausgestattet ist und über einen lutherischen Kanzelaltar verfügt. Unter der Herrschaft des Landesherren Heinrich Posthumus Reuß wurden in Gera umfassende und richtungsweisende Reformen auf den Weg gebracht, die der Stadt in den nächsten zwei Jahrhunderten Aufschwung und Wachstum sicherten. Doch Geras Fürstenhaus war nicht immer so fortschrittlich. Der katholische Landesherr „Heinrich der Ältere“ widerstand zu Beginn des 16. Jh. beharrlich den Reformationsversuchen seines protestantischen Lehnsherren, des Kurfürsten von Sachsen.

1533 musste er schließlich nach erbitterten Auseinandersetzungen erstmals Kirchenvisitationen zulassen. Es war kein Geringerer als der kurfürstliche Berater Georg Spalatin – zudem ein enger Freund Luthers – der damals die Pfarrer überprüfte und über ihr Schicksal entschied.

Voranmeldung in der Gera-Information. Die Tickets gibt es montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 9 bis 15 Uhr, Reservierungen nehmen die Mitarbeiter unter der Rufnummer (0365) 8 38 11 11 entgegen.