Foto: Maik Schuck.

Choräle und „Clavierübung“: Geistliches Konzert zum Reformationsjubiläum an der Franz-Liszt-Gedächtnisorgel

Weimar. Zum Reformationstag lädt die Orgelklasse von Prof. Michael Kapsner in die Weimarer Herz-Jesu-Kirche ein: Der Professor wird gemeinsam mit seinen Studierenden am Dienstag, 31. Oktober um 15:00 Uhr in der Katholischen Kirche „Herz-Jesu“ den dritten Teil der „Clavierübung“ von Johann Sebastian Bach an der Franz-Liszt-Gedächtnisorgel interpretieren. Im Zusammenhang mit jeder Choralbearbeitung wird der dazugehörige Choral auch gesungen bzw. angedeutet: Hierfür beteiligt sich ein studentisches Vokalensemble unter der Leitung von Claudio Novati am geistlichen Konzert. Als Solistin singt die Sopranistin Anna Schmid, für die instrumentale Unterfütterung sorgen die Cellistin Zuzanna Sosnowska und der Kontrabassist Vincent Yehudin.

Es erklingt „Dritter Theil der Clavier Übung bestehend in verschiedenen Vorspielen über die Catechismus- und andere Gesaenge, vor die Orgel: Denen Liebhabern, und besonders denen Kennern von dergleichen Arbeit zur Gemüths Ergezung verfertiget von Johann Sebastian Bach“. Das Konzert beginnt mit dem Choral „Aus tiefer Noth schrei‘ ich zu Dir“ BWV 686, gesungen vom Vokalensemble, im Anschluss auf der Orgel interpretiert von Daniel Richter. Orgel- und Cembalostudentin Szedmák Eszter wird danach die vier Duette BWV 802 bis 805 zu Gehör bringen, bevor Pascal Salzmann Praeludium und Fuge Es-Dur BWV 552 auf der 2011 eingeweihten Franz-Liszt-Gedächtnisorgel spielt.

Im weiteren Verlauf des Konzerts sind chorisch und auf der Orgel dann der zentrale Bestandteil der dritten Bachschen „Clavierübung“, nämlich die Choralbearbeitungen BWV 669 bis 685, zu hören – von „Kyrie, Gott Vater in Ewigkeit“ BWV 669, gespielt von Lukas Klöppel, bis hin zu „Christ unser Herr zum Jordan kam“ BWV 685, interpretiert von Orgelstudentin Julia Raasch.