ANZEIGE

Wissenschaft im Kubus:
Podium und Gespräche zu politisch motivierten Zwangsadoptionen

Erfurt. Wir laden sie recht herzlich zu unserem Podiumsgespräch »Zwangsadoptionen in der DDR« am Freitag, den 3. November 2017, ab 16:30 Uhr in die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße ein.

»Zwangsadoptionen« sind nach wie vor ein Tabu, wenn über das Leben im real-existierenden Sozialismus gesprochen wird. Wo fing der »Zwang« an? Und wann ging es um das Kindeswohl? Dies sind Fragen, die dabei geklärt werden müssen. Schwierig gestaltet sich bereits die Definition von »Zwangsadoption«. Auch deshalb ist die genaue Zahl der Fälle noch immer ungeklärt. Für die Betroffenen ist die Aufklärung ihrer Fälle mit vielen Hürden verbunden. Zu Beginn der meist jahrelangen Suche nach ihren Kindern steht für die Eltern oft ein Blick in die Akten. Doch was steht da eigentlich drin, und vor allem was nicht?

Wo finden Betroffene Ansprechpartner, die sie bei ihrer Suche unterstützen? Und was unternimmt die Politik?

Zusammen mit Zeitzeugen, Politikern und Experten wollen wir über dieses Kapitel der SED-Diktatur sprechen. Dr. Christian Sachse wird in einem Impulsvortrag eine Definition des Begriffes »Zwangsadoption« vornehmen. Neben ihm diskutieren auf dem Podium Dr. Babette Winter (Thüringer Staatssekretärin für Kultur und Europa), Christian Dietrich (Landesbeauftragter des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur), Andreas Laake und Kathrin Albrecht-Gericke (beide von der Interessen Gemeinschaft Gestohlene Kinder der DDR).

Im Anschluss an die Diskussion gibt es die Möglichkeit für persönliche Gespräche mit Betroffenen und Vertretern von Beratungsstellen.

Die Veranstaltung wird vom Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz unterstützt.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere