Am kommenden Sonntag (19. November) endet die Ausstellung „500 Kirchen 500 Ideen. Quer-denker in Thüringen 2017“ in der Erfurter Kaufmannskirche mit einer Finissage (13 Uhr). Die Ausstellung von Evangelischer Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und der Internationalen Bau-ausstellung (IBA) Thüringen hat in den vergangenen sieben Monaten anhand von Kurz-Videos ganz unterschiedliche Ideen und Visionen für die Zukunft leer stehender oder kaum genutzter Thüringer Kirchen gezeigt. Rund 20.000 Besucher kamen seit Mai in die Kaufmannskirche.

„Aus meiner Sicht ist das Projekt ein großer Erfolg“, sagt Elke Bergt, Leiterin des Baureferats der EKM. „Viele Menschen aus den Kirchengemeinden und Kommunen, Architekten, Künstler sowie Studierende haben sich aktiv mit Ideen beteiligt. Es ist schön zu beobachten, wie im Zusammen-spiel Neues entsteht und Vorbehalte ausgeräumt werden können. Eine wichtige Erfahrung ist auch, dass die neu entdeckte Rolle als Gastgeber (z.B. als „Herbergseltern“) Freude macht und Gemeinden stark machen kann.“

Zur Finissage werden vor allem die Ideen-Einreicher erwartet. Es wird einen Rückblick auf das bisher Erreichte geben, aber auch einen Ausblick bis 2023. Zudem wird die Publikation „500 Kir-chen 500 Ideen“ vorgestellt, in der die Erkenntnisse aus dem Projekt zusammengefasst werden. Einige Ideen aus der Ausstellung wurden bereits getestet oder sind in der Planung, so z.B. die Herbergskirche in Neustadt am Rennsteig oder die Flammenorgel in der St. Annen-Kapelle in Krobitz.

„Mit dem offenen Ideenaufruf haben wir einen breiten Prozess des Um- und Neudenkens von Kirchen angeschoben. Allein durch den Ideengenerator vor der Kaufmannskirche haben wir über hundert neue Ideen gewonnen“, sagt Ulrike Rothe, Projektleiterin der IBA Thüringen. „Mit der Kunstkapelle in Krobitz ist das erste IBA Projekt realisiert worden, und in den letzten Monaten haben wir auch erste Modellprojekte identifiziert, die nun weiter verfolgt werden.“

Im März 2016 hatten EKM und IBA Thüringen das Projekt „STADTLAND:Kirche. Querdenker für Thüringen 2017“ mit einem Ideenaufruf gestartet. Kirchengemeinden konnten ihre Ideen und Visionen für die Zukunft von Kirchengebäuden anhand eines Videos vorstellen. Das Projekt wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Die kuratorische Projektleitung des Aufrufs sowie die Gestaltung der Erfurter Ausstellung erfolgten durch das Büro für Szenografie chezweitz. Weitere Förderer sind die Staatskanzlei des Freistaats Thüringen sowie die IBA Parkstad, IBA Heidelberg und IBA Basel.

Weitere Informationen im Internet: www.querdenker2017.de

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