Die Thüringer Bauaufsichtsbehörden gaben in den ersten drei Quartalen 2017 mit 4 032 gestellten Anträgen für Bauvorhaben im Hochbau für 4 214 Wohnungen eine Genehmigung. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik waren das 33,8 Prozent bzw. 2 155 Wohnungen weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Damit bleibt die seit Jahresbeginn stagnierende Baunachfrage bestehen.

Im Wohnungsbau insgesamt werden 3 971 Wohnungen dem Wohnungsmarkt zugeführt, davon 1 161 Wohnungen in schon bestehenden Wohngebäuden, welche sich im Vergleich zur Zeitspanne des Vorjahres um 46,8 Prozent verringert haben und 2 810 Neubauwohnungen.

53,5 Prozent des neu geplanten Wohnraums sind Einfamilienhäuser (1 502), im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum eine nahezu konstante Anzahl der Bauanträge von – 3 Eigenheime. Im Geschoßbau einschließlich der Wohnungen in Wohnheimen wurden der Neubau von 1 134 Wohnungen genehmigt. Im Vorjahresvergleich sind das 51,7 Prozent bzw. 1 214 Wohnungen weniger. Ermittelt wurde dieser Rückgang an genehmigten neuen Wohnraum sowohl in Mehrfamilienhäusern (- 807 Wohnungen) als auch in Wohnheimen (- 407 Wohnungen). 126 neue Wohnungen wurden bis September 2017 in Wohnheimen geplant.

Nur in der Gebäudeklasse der Zweifamilienhäuser wurde eine Zunahme registriert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wurden 42 Wohnungen bzw. 31,8 Prozent mehr Wohnungen genehmigt.

Bitte beachten:
Wohnheime sind Wohngebäude, die primär den Wohnbedürfnissen bestimmter Bevölkerungskreise dienen (z.B. Studentenwohnheim, Seniorenwohnheim, Flüchtlingsunterkünfte). Die Bewohnerinnen/ Bewohner von Wohnheimen führen einen eigenen Haushalt.