Friedrich-Schiller-Universität mit 100 Projekten und 900 Mitwirkenden an der Langen Nacht der Wissenschaften am 24. November 2017 in Jena beteiligt

Jena. Repräsentativ für eine Freitagnacht an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) wird das bunte Treiben am 24. November von 18 bis 24 Uhr vermutlich nicht – doch besser könnte der Blick hinter die Kulissen nicht veranschaulichen, wie nah am Leben Forschung sein kann. An der Langen Nacht der Wissenschaften 2017 in Jena beteiligt sich die Universität mit rund 100 Projekten und öffnet ihre Hörsäle und Labore, um Wissenschaftsthemen für die interessierte Öffentlichkeit greifbar zu machen. Dafür wirken rund 900 ehrenamtliche Aktive aus allen zehn Fakultäten und der Verwaltung an der 6. Wissenschaftsnacht in Jena mit.

Alle Aktiven haben sich spannende Experimente und abwechslungsreiche Mitmach-Aktionen einfallen lassen oder halten aufschlussreiche Vorlesungen. Allein bei der Titelvergabe übertrafen sich die engagierten Wissenschaftler der Uni gegenseitig. So stattet beispielsweise das Institut für Festkörperphysik die wissenshungrigen Nachtschwärmer mit einer „Lizenz zum Löten“ aus. Bei der Biologisch-Pharmazeutischen Fakultät wird es „Fast and Furious“, wenn High-Speed-Techniken in der zoologischen Bewegungsforschung genauer betrachtet werden. Provokativ zeigt sich die Politikwissenschaft mit dem Vortrag „Fake News, Fake Science: Wie im amerikanischen Politikbetrieb gezielt gelogen wird.“ Und ganz nah am Puls der Jenaer wird auch die Veranstaltung von Uni-Schreibzentrum und Kustodie sein „Zur Debatte um die Wiederaufstellung der Jenaer Marxbüste“.

Auch für Familien, die mit Kindern einen späten Ausflug planen, wird einiges geboten. Das Multimediazentrum lässt Groß und Klein abheben und mittels Greenscreen-Technik über Jena fliegen. Das Service-Zentrum Forschung und Transfer verspricht anhand von Bauklötzen: „PLATTENBAU macht Kinder schlau.“

Universität als größter Anbieter

Das Programm der Uni macht fast ein Drittel aller Veranstaltungen aus, die zahlreiche Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur in Jena anbieten. Den Schwerpunkt der universitären Aktivitäten bildet das Stadtzentrum – v. a. der Abbe-Campus und das Landgrafengebiet, aber auch das Uni-Hauptgebäude und die benachbarten Institute und Fakultäten.

Die beste Orientierung bietet der Internetauftritt zur Wissenschaftsnacht: www.lndw-jena.de. „Hier sollte man sich die sechs bis maximal zehn Veranstaltungen heraussuchen, die man in dieser Nacht besuchen will, viel mehr ist kaum zu schaffen“, sagt Uni-Pressesprecher Axel Burchardt. „Immer etwas mehr Zeit einplanen als gedacht und vor allem die Anfangszeiten notieren und auch über Alternativen nachdenken, falls es am geplanten Standort zu ,Staus‘ kommt“, rät der Koordinator der universitären Aktivitäten. Und auch wenn die Denkbusse einen Transfer durch die ganze Stadt möglich machen –„je länger der Transfer dauert, umso weniger Zeit bleibt für die eigentlichen Stationen“, so Burchardt.

Bei der Planung sollte auf Qualität und Intensität gesetzt werden, denn je mehr Zeit pro Standort investiert wird, umso intensiver ist das Wissenserlebnis. Und die Begeisterung der Aktiven überträgt sich leicht auf das Publikum, zeigt die Erfahrung der letzten Wissenschaftsnächte. Die Tickets, die auch zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs berechtigen, können online oder zum Beispiel an der Tourist-Information oder im Uni-Shop zum Vorverkaufspreis erworben werden. Dort gibt es auch die Freikarten für Kinder bis 16 Jahren, für die der Eintritt frei ist. Der Ticketerwerb im Vorverkauf spart Geld und durch das Vermeiden langer Schlangen kostbare Zeit – denn auch die längste Nacht endet einmal.

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