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Jena. Die 51. Kunstausstellung tangente widmet sich Thomas Lindner, einem der bedeutendsten zeitgenössischen Metallgestalter Thüringens. Unter dem Titel „homo fragilis“ zeigt Jenoptik ab 4. Dezember 2017 in ihrem Foyer plastische Arbeiten des Erfurter Künstlers aus den letzten Jahren. Thomas Lindner, der seit 1991 in Erfurt ansässig ist, trat mit zahlreichen Ausstellungen und Arbeiten im öffentlichen Raum in Erscheinung, zum Beispiel mit der Installation „zeitbalance“ im Atrium der Sparkassenversicherung Wiesbaden.

Sein Hauptthema ist die Bewegung, die Veränderlichkeit der Form im Raum. Im Unterschied zu seinen früheren kinetischen Arbeiten, die eine tatsächliche Bewegung der Komponenten der Plastiken beinhalteten, erzeugen Lindners neuere Kompositionen den Eindruck von eingefrorener Bewegung. Dabei setzt er sich mit der Frage nach Leichtigkeit auseinander und lässt die Arbeiten – unabhängig vom Material – scheinbar schweben.

Die ausbalancierten Objekte lassen Assoziationen zum fragilen Gleichgewicht in der Natur zu. Den plastischen Objekten gehen intensive Studien voraus: Aus grafischen Arbeiten erstellt Thomas Lindner Modelle aus Pappe oder Kunststoff. Diese Formen fordern eine Auseinandersetzung mit mathematischen und physikalischen Grundsätzen sowie geduldiges Experimentieren. Thomas Lindner schöpft aus verschiedenen Materialien wie Messing, Aluminium und Edelstahl.

Doch nicht nur das Material, sondern auch die jeweilige Oberflächenbehandlung – stumpf, gebürstet, hochglänzend – beeinflusst die entstehenden Arbeiten. Ein feines Materialgespür ist eine Herausforderung für die technische und künstlerische Umsetzung, wie Thomas Lindner immer wieder aufs Neue meisterhaft beweist: Er vereinigt die Komponenten in Material und Form zu einzigartigen Objekten.

Veranstaltungshinweis:

Jenoptik AG
tangente 51 | 5. Dezember 2017 – 28. Februar 2018
Einladung zur Vernissage
am Montag, 4. Dezember 2017, 18:00 Uhr
im Foyer der JENOPTIK AG, Carl-Zeiß-Straße 1, Jena

Begrüßung:
Dr. Stefan Traeger
Vorstandsvorsitzender der JENOPTIK AG

Laudatio:
Dr. Angelika Steinmetz-Oppelland
Kunsthistorikerin, Jena

Musik: Brise Manouche

Der Künstler ist am Eröffnungsabend anwesend.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Huber & Treff.

Unsere Kunstausstellungen bezeichnen wir als „tangente”. Das bedeutet Berührung. Berührung mit der Bildenden Kunst ist eine Herausforderung, der sich die Jenoptik mit ihrer Ausstellungsreihe im eigenen Haus stellt.

Ort:
Foyer der JENOPTIK AG, Carl-Zeiß-Straße 1, Jena
Parkmöglichkeit:
Tiefgarage der Jenoptik, Einfahrt Carl-Zeiß-Straße
Ausstellungszeitraum:
5. Dezember bis 28. Februar 2018
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10 bis 17 Uhr
Freitag 10 bis 15 Uhr
www.jenoptik.com/kunst

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