Kurz vor Weihnachten muss JenaKultur erneut am Hanfried Vandalismusschäden beheben. Die Kupferabdeckung des Natursteinsockels unterhalb der Bronzeskulptur wurde vermutlich beim Versuch, auf den Sockel herauf zu klettern, aufgerissen und an einigen Stellen verbogen.

Schmiedemeister Holger Haase aus Weimar reparierte die aus mehreren Teilen zusammengelöteten und brünierten Kupferbleche in der Werkstatt und setzte sie am Sockel wieder ein. Die aufgerissene „Naht“ wurde an Ort und Stelle geklebt, vernietet und nachbrüniert.

Dies blieb leider nicht der einzige Schaden. Die Gedenkstele in Erinnerung an das Außenlager des KZ Buchenwald in der Löbstedter Straße wurde besprüht und der Lageplan mit der Einzeichnung historischer und aktueller Bauten komplett unkenntlich gemacht. Die 2014 von der Jenaer Gestalterin Angela Löwe-Seidemann entworfene und vor dem neuen Hauptsitz des Kommunalservice Jena aufgestellte Edelstahltafel musste abgebaut und das besprühte Schriftfeld abgestrahlt werden. Nach dem erneuten Aufbringen von Digitaldruckfolien mit Antigraffitischutz kann die Stele wieder an ihren alten Platz zurück.

Auch der Travertinsockel der Bronzegruppe „Gespräch“ des Weimarer Künstlers Walter Sachs im Grüngürtel der Merseburger Straße in Jena-Nord muss von Graffiti gereinigt und neu imprägniert werden. Die Arbeiten werden noch vor Weihnachten vom Restaurator Michael Bruckschlegel ausgeführt.

Die mit weißer Farbe besprühte Bronzetafel in der Karl-Liebknecht-Straße/ Ecke Am Steinborn, welche an den Todesmarsch der KZ Häftlinge aus Buchenwald im April 1945 erinnert, ist kürzlich bereits gereinigt und neu gewachst worden. Diese Arbeiten übernahm die Firma Funano aus Gera.