Erfurt. Mit unlauteren Methoden versuchen derzeit Werber am Telefon oder an der Haustür, Stromkunden in Erfurt zu täuschen und zu einem Wechsel des Stromlieferanten zu bewegen.

Auch Kunden der SWE Energie GmbH sind davon betroffen. Sie berichteten, dass Personen unter dem Vorwand, im Auftrag des Energieversorgers anzurufen, Kundendaten, Zählerstände oder Bankverbindungen abfragen.

Den Erfurtern wird vorgetäuscht, dass die Werber in Zukunft die Energieabrechnung für die Stadtwerke Erfurt übernehmen. Ganz wichtig: Mitarbeiter der Stadtwerke Erfurt melden sich nicht telefonisch oder an der Haustür, um Daten abzufragen.

„Diese Anrufe kommen nicht von den Stadtwerken Erfurt“, warnt Christian Scholz, Leiter der Abteilung Vertrieb für Privat- und Geschäftskunden der Stadtwerke Erfurt. „Wir empfehlen allen Bürgern, in ihrem eigenen Interesse, keine Daten preiszugeben. Wir schreiben unsere Kunden in der Regel an, wenn wir Fragen haben“, sagt Scholz und verweist darauf, dass immer Vorsicht geboten ist, wenn Werber am Telefon oder an der Haustür Daten abfragen.

Mit diesen Daten kann ein unseriöser Anbieter dann den – auch ungewollten – Wechsel des Kunden zu einem anderen Stromlieferanten veranlassen. Bis der Kunde dies bemerkt, ist es in den meisten Fällen schon zu spät. Denn im Hintergrund wurde der Wechsel bereits vollzogen, ohne dass der bisherige Lieferant dies verhindern konnte, warnt Christian Scholz.

Sollte doch einmal ein Mitarbeiter der Stadtwerke vor der Tür stehen, dann kann er sich immer ausweisen. Anrufe von den Stadtwerken erkennt man auch an der Telefonnummer. Nach der Vorwahl 0361 folgen immer die Nummern 564 und dann eine Durchwahl.

„Wir scheuen den Wettbewerb nicht. Die Methoden, mit denen einige Akteure am Markt agieren, haben mit einem fairen Wettbewerb im Sinne des Kunden aber nichts zu tun“, so Scholz weiter.

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