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Carsten Fiebeler »Sushi in Suhl« (D 2012)

Erfurt. Ein Film über einen Koch mit Träumen in der tiefsten Thüringer Provinz in der DDR Anfang der 1970er Jahre betreibt Rolf Anschütz die »Gaststätte Waffenschmied« in Suhl.

Während er Rouladen mit Klößen serviert, träumt er von kulinarischen Herausforderungen. Obgleich er seinem Sohn einschärft, dass man mit Essen nicht spielen darf, entwickelt er die Idee eines japanischen Abends für Freunde. Mit abgesägten Stühlen, eingefärbten Taekwondo-Anzügen aus dem Westen und Milchreis als japanischer Reis wird ein deutschdemokratisches Japan hervorgezaubert.

Aber Kleinstadt wäre nicht Kleinstadt, wenn ein solch besonderer Abend sich nicht verbreiten würde. Gerade als die HO beginnt, Druck zu machen –
man solle keine Bedürfnisse in die Herzen der Menschen säen -, erscheint ein Japaner in der Gaststätte. Aus einer ›westlichen Idee‹ wird ein Staatsakt zugunsten der Beziehungen zu Japan.

Die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße lädt am Dienstag, den 12. Dezember 2017, um 19:00 Uhr zur Vorführung des Films »Sushi in Suhl« ein. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit. Er zeigt auf liebevolle Art und Weise, wie man für seine Träume improvisieren kann – aus Karpfen wird eben Lachs, wenn es sein muss. Gleichzeitig zeigt der Film, wie schnell private Handlungen in der DDR politisiert wurden.

Der Eintritt ist frei.

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